Aachen: Höger verlängert seinen Vertrag nicht

Aachen: Höger verlängert seinen Vertrag nicht

Anfragen für Tribünenkarten kamen zuletzt sogar von der Insel. Britische Scouts wollten Alemannias Heimspiele besuchen. Offen blieb natürlich, für wen sie die Ferngläser mitgebracht hatten: Zoltan Stieber oder doch Marco Höger?

Der Ungar wird den Verein im Sommer in Richtung Mainz 05 verlassen, so viel steht fest. Und auch der Abschied des brillanten Mittelfeldspielers, der in den letzten Monaten auch von Hoffenheim, Köln, Mönchengladbach oder Nürnberg intensiv beobachtet wurde, zeichnet sich ab. Alemannia hat vergeblich versucht, den Vertrag mit dem Juwel aus der eigenen Amateurabteilung zu verlängern. Der Klub hätte gerne um den Fixstern Höger herum eine Mannschaft komponiert. „Er hat uns mitgeteilt, dass er unser Angebot nicht annimmt”, bedauert Erik Meijer. „So wird er uns vermutlich 2012 verlassen.”

Der Manager muss den 21-Jährigen dann am Ende des Vertrags ablösefrei ziehen lassen. Oder es landet kurzfristig noch ein Angebot auf der Geschäftsstelle am Tivoli - zum Beispiel von Schalke 04. In der Szene kursiert das Gerücht, dass Höger spätestens im übernächsten Sommer zum Ruhrgebietsverein wechselt.

Der Spieler selbst, der am Wochenende zum ersten Mal die Kapitänsbinde nach der Auswechslung von Benny Auer trug, dementiert eine Einigung mit einem anderen Klub energisch. „Ich habe Aachener Angebote abgelehnt, weil ich ohnehin noch ein Jahr Vertrag in Aachen habe. Für eine Verlängerung besteht keine Eile, das ist nicht so dringend.”

Auch von Högers Berater Michael Schulz kommt ein Dementi: „Es gibt derzeit nichts zu vermelden.” Der Ex-Profi weiß von vielen losen Anfragen aus der Bundesliga, ein konkretes Angebot kenne auch er noch nicht, sagt Schulz.

Alemannia kann nur noch nach dieser Spielzeit Geld mit dem aufstrebenden Jungprofi verdienen, falls der tatsächlich nicht verlängert. Der klamme Zweitligist würde sich natürlich ein entsprechendes Angebot anhören, sagt Meijer. Ein konkrete Vorstellung hat der sportliche Leiter natürlich auch, welche Zahlenkolonnen ihn interessieren würden. „Ich halte fünf Millionen für eine reelle Summe...” Höger selbst hält sich alle Optionen offen: „Es kann alles passieren.”

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