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Köln: Heinrich kann in Köln seine Lieblingsrolle spielen

Köln : Heinrich kann in Köln seine Lieblingsrolle spielen

Nun ist er doch noch „vom Himmel gefallen”, was Manager Andreas Rettig als eine Voraussetzung dafür angegeben hatte, sollte der 1. FC Köln noch über bislang fünf Neuverpflichtungen hinaus einen weiteren Spieler unter Vertrag nehmen.

Am Montag präsentierte der FC mit dem 33-jährigen Jörg Heinrich von Ex-Meister Borussia Dortmund einen Defensivmann, der dem Anforderungsprofil Rettigs entspricht: Er ist ablösefrei, „kann uns sofort helfen und passt in unser Gehaltsgefüge”, sagte Rettig, der ein Jahresgehalt von angeblich 600 000 Euro nicht kommentierte.

Heinrich sieht in den bevorstehenden zwei Jahren als „Geißbock” eine „große Chance für mich, eine Herausforderung. Ich hoffe, dass ich dem 1. FC Köln mit meiner Erfahrung zu einer erfolgreichen Rückkehr in die Bundesliga verhelfen kann.”

Da Köln vor allem auf der linken Defensivseite Probleme hat, erscheint Heinrich als Idealbesetzung. Der frühere Nationalspieler (37 Einsätze/2 Tore), der mit Dortmund Deutscher Meister (1996 und 2002) und 1997 Champions-League- und Weltpokalsieger war, sieht sich künftig in seiner Lieblingsrolle: „Die linke Seite, da fühle ich mich am wohlsten; defensiv oder offensiv. Dafür bin ich geholt worden.”

Heinrich verzichtete laut Rettig auf besser dotierte Angebote: „Es waren angenehme Verhandlungen, und es gab keinerlei Pokerei, denn wir haben nichts zu pokern. Damit sind unsere personellen Planungen für die kommende Saison endgültig abgeschlossen.”

Heinrich hatte aufgrund einer Knieverletzung (Außenmeniskus) seit Oktober 2002 nicht mehr für Dortmund spielen können. „Aber es ist alles wieder in Ordnung, der Arzt hat mich völlig gesund geschrieben”, sagte der Mann mit der Rückennummer 17. Mit welcher Werbeaufschrift die Trikots versehen werden, ist nach wie vor offen.

Geschäftsführer Claus Horstmann zu möglichen Hauptsponsoren: „Die wirtschaftliche Situation ist nicht gerade förderlich für Verhandlungen. Wir werden aber nicht mit blanker Brust auflaufen.”

Die Trikot-Nummer 1 ist übrigens nicht vergeben. Keeper Alexander Bade behält die 16, Neuzugang Stefan Wessels wie bei Bayern München die Nummer 33. Rettig: „So wird auch dokumentiert, dass der Kampf darum, wer die Nummer 1 ist, nicht von der Nummer auf dem Rücken abhängt.”