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Mönchengladbach: Hat Luhukays Erfolg auch in Wehen Methode?

Mönchengladbach : Hat Luhukays Erfolg auch in Wehen Methode?

Eine erste Teil-Prüfung hat Jos Luhukay am Donnerstag an der Sporthochschule Köln abgelegt. In den Fächern Pädagogik und Fußball-Methodik. Der Praxis-Test für den angehenden Fußball-Lehrer speziell im zweiten Fach folgt am Freitag beim Auftritt seiner Mönchengladbacher bei Wehen Wiesbaden.

Denkste! „Bei allem Respekt vor jedem Gegner: Wir gehen von uns aus”, erklärt der Borussen-Coach. „Wir haben Vertrauen, Sicherheit, speziell auch in unsere Auswärtsstärke.”

Der Erfolg macht unabhängig von Methodik, das sich Ausrichten nach dem Gegner ist also nur erfolglosen Trainern dienlich. Eine schöne Mär, wenn man nicht wüsste, dass eben Jos Luhukay sich akribisch auf jeden Gegner, selbst wenn er nur ein Bezirksligist ist, vorbereitet. Auch ohne die Nachhilfe an der Sporthochschule. Doch die besucht der Niederländer trotz bereits vorhandener Erfahrungen und Kenntnisse keineswegs widerwillig. „Es ist ein Problem, wenn man nicht mehr zuhören kann und denkt, man weiß schon alles.”

Er weiß trotz der Serie von elf Spielen ohne Niederlage einiges vom Aufsteiger. So ganz ummethodisch vorbereitet wird seine Elf nicht in Wiesbaden antreten. „Du darfst ihnen nicht das Gefühl geben, dass sie ins Spiel kommen, ihnen keine Räume geben.”

Und ihre Stärke ist zugleich eine Schwäche. „Die Außenverteidiger sind sehr offensiv.” Das kann bei Borussia zu Problemen in der Umschaltung in der Rückwärtsbewegung führen. Liefert aber auch die Chance, durch gelungenes Umschalten den Gastgeber genau auf diesen Positionen in Schwierigkeiten zu bringen.

„Schnelles Spiel, hohe Ballzirkulation”, nennt Trainer-Schüler die Werkzeuge, mit denen er die Wehener Abwehr aushebeln will. Und den Verweis, mit der hohen Ballzirkulation hätte es zuletzt in Halbzeit 1 gegen Offenbach nicht so optimal funktioniert, pulverisiert er mit Zahlenmaterial: „86 Prozent gelungene Pässe - fast kein Ballverlust.”

Einiges an Prozent kann auch Sascha Rösler dazu beisteuern. Der „Zehner” ist wieder fit nach seinem Magen-Darm-Infekt. Nicht dabei sind Rafael, Coulibaly (beide Adduktoren), Bögelund (Knieprobleme) und Gohouri (Grippe). Aber der Kader ist dennoch gut bestückt. Der Erfolg hat eben doch Methode.