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Mönchengladbach: Gladbach muss mindestens noch bis Mittwoch warten

Mönchengladbach : Gladbach muss mindestens noch bis Mittwoch warten

Nervosität ist für einen, der neun Jahre für Feyenoord Rotterdam gespielt hat und obendrein Kapitän des niederländischen Traditions-Klub gewesen ist, ein Fremdwort.

Patrick Paauwe lässt sich vom Aufstiegs-Hype, der rund um den Borussia-Park ausgebrochen ist, nicht anstecken. Der 32-Jährige bleibt wie auf dem Platz kühl und besonnen.

Und er kann Nervosität auch nicht bei seinen Kollegen erkennen. „Es können schöne Dinge passieren in den nächsten Tagen. Das merkt man. Aber wir haben den Vorteil, sechs Punkte Vorsprung auf den vierten Platz zu haben. Den Druck haben die anderen.”

Doch die können offensichtlich auch damit umgehen: Da sowohl Mainz als auch Freiburg am Freitag gewonnen haben, kann Borussia nicht schon am Sonntag aufsteigen. Dazu hätten beide nicht siegen dürfen, Köln hätte gegen Hoffenheim am Sonntag verlieren und die Luhukay-Elf bei den Kickers gewinnen müssen. Dann wäre ihr Platz 3 sicher gewesen, weil der FC am vorletzten Spieltag noch auf Mainz trifft und mindestens einer Federn lassen wird. Somit werden die „schönen Dinge” frühstens am Mittwoch im Heimspiel gegen Wehen eintreten.

Eine angespannte, aber positiv-konzentrierte Atmosphäre verspürte Paauwe dagegen im Training vor dem Spiel am Sonntag bei den Offenbacher Kickers. Und sein persönliches Barometer vermeldet eh ein Hoch.

„Zum ersten Mal seit langer Zeit habe ich ein richtig gutes Gefühl. Wir sind alle 100 Prozent fit, ich fühle mich richtig super, wir haben die Umstellung auf die neuen Temperaturen geschafft.” Optimale Voraussetzungen für den Ausflug nach Offenbach. Die Aufgabe am Bieberer Berg ist nicht die einfachste.

„Die kämpfen gegen den Abstieg, wir um den Aufstieg”, beschreibt Jos Luhukay die brisante Situation. Auf die Idee, die noch wenigen fehlenden Punkte unter einer neuen sportlichen Ausrichtung einzufahren, kommt der Trainer nicht. Ganz im Sinne seines verlängerten Arms auf dem Platz. „Wir spielen weiter auf Risiko, dafür haben wir uns entschieden, und damit stehen wir auf Platz 1.”

Die Probleme aber, wie etwa gegen 1860 München, gehen auch an Paauwe nicht vorbei. Er nennt es Kleinigkeiten, das große Ganze aber müsse man nicht ändern. Aber zum Beispiel die Angriffe nicht zu überhastet anzugehen, zu versuchen, den Ball länger zirkulieren zu lassen und „mehr darüber nachzudenken”. Das Wichtigste aber sei, wenn man sich für etwas entscheide, mit allen auch durchzuziehen und nicht „zwei Gedanken zu haben”. Einigkeit aber wird sicherlich herrschen, wenn „die schönen Dinge” eintreffen - beim Feiern des vorzeitigen Aufstiegs.