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Mönchengladbach: Gladbach: „Kein Zentimeter Zweifel” an Frontzeck

Mönchengladbach : Gladbach: „Kein Zentimeter Zweifel” an Frontzeck

Trotz der brisanten Tabellenlage hat Michael Frontzeck bei Borussia Mönchengladbach vor dem Derby gegen den 1. FC Köln einen sicheren Arbeitsplatz. Auch nach fünf Bundesliga-Niederlagen in Serie und dem Pokal-Aus bekennt sich Sportdirektor Max Eberl klar zum Trainer.

„Wenn wir jetzt acht Partien wie beim 0:3 gegen Freiburg spielen, würde ich sagen: Hey Mike, was können wir denn machen? Aber so, wie wir aktiv sind und Fußball spielen, gibt es da für mich keinen Zentimeter Zweifel”, betonte Eberl im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur dpa.

An diesem Vertrauen zu Frontzeck ändere auch eine eventuelle Niederlage gegen den Tabellen-14. aus Köln am Samstag nichts.

Nach Jahren voller Turbulenzen mit zwei Abstiegen und zehn Trainerwechseln in einer Dekade sollte in dieser Saison eine Ära der Beständigkeit eingeläutet werden. „Sportliche Erfolge gehen einher mit Kontinuität”, nennt Eberl die Maßgabe auf und neben dem Platz.

Doch nach einem starken Start mit teilweise begeisterndem Offensivspiel, der Nostalgiker schon an bessere „Fohlen”-Zeiten erinnerte, stürzte Gladbach von Platz fünf auf 17. „Es war uns klar, dass auch eine Phase kommt, in der es etwas hakt. Aber diese Massivität nagt schon ein wenig an der Mannschaft”, sagte Eberl.

Vorletzter mit sieben Punkten und minus acht Toren - nach neun Spieltagen gleicht die aktuelle Tabelle aus Gladbacher Sicht einer schlechten Kopie der vergangenen Saison. Doch da seit diesem Januar mit zehn neuen Spielern ein Umbruch eingeleitet wurde, moderiert Sportdirektor Eberl die aktuelle Misere als Ergebnis- und nicht als Qualitätskrise.

„Durch eine unglückliche Niederlage wie gegen Hoffenheim kann sich ein ganzer Lauf drehen. Da kommt jede Mannschaft ins Grübeln.”

Wie schnell sich ein solcher Trend wenden kann, hat die Borussia zuletzt besonders gern gegen den Rhein-Rivalen bewiesen. Beim FC schaffte Gladbach im März (4:2) nach längerer Zeit wieder den Sprung von den Abstiegsplätzen.

Durch ein 4:0 beendete das damalige Team von Hans Meyer 2002 eine Durststrecke von zehn Spielen ohne Sieg. Köln kommt deshalb nach Ansicht von Mittelfeldspieler Thorben Marx zu diesem Zeitpunkt als „genau der richtige Gegner” in den Borussia-Park: „Da können wir die Niederlagen vergessen machen.”

Schnell verblasst schien auch in Köln alle anfängliche Euphorie aus der Vorbereitung. Doch trotz vier Niederlagen in den ersten fünf Saisonspielen blieb das ansonsten aufgeheizte Klima wie beim kommenden Gegner ungewohnt gemäßigt.

„Das Publikum goutiert, dass wir nie eingebrochen sind. Ich denke, dass man Vertrauen in die handelnden Personen hat”, erklärt Geschäftsführer Michael Meier und machte sich auch für rheinische Gelassenheit im Umgang mit Frontzeck stark: „Er hat mir als Trainer immer gefallen. Er ist sachlich ruhig, zielorientiert und authentisch.”