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Düren: GFC verliert gegen Schalke - und gewinnt Sympathien

Düren : GFC verliert gegen Schalke - und gewinnt Sympathien

Und man fällt immer wieder rein... Nach einer wochenlangen Fußballpause dürstet es den Fan nach einem „gepflegten Kick”. Der Name hört sich ja auch nicht schlecht an. Schalke 04, das hat was. Und der neue Trainer erst!!!

Jupp Heynckes, einst mit Real Madrid glorreicher Gewinner der Champions League - da muss man hin. Dachten sich am Abend auch 3900 Zuschauer, die sich in die altehrwürdige Dürener Westkampfbahn aufmachten, um den ersten Auftritt der Schalker unter Jupp Heynckes zu bestaunen.

Na ja, ins Staunen geriet der geneigte Fan nur selten, denn der erhoffte „gepflegte” Kick entpuppte sich eher als Langweiler.

Der ambitionierte Oberligist GFC Düren 09 hatte nach nur drei Trainingseinheiten die pure Defensive als Mittel der Wahl erkoren. Was den Erstligisten nach zehn Trainingseinheiten vor ziemlich große Probleme stellte.

Dass es am Ende dann doch zum 3:0 (0:0)-Erfolg reichte, lag nicht zuletzt an den nachlassenden Kräften der Gastgeber. So durften Ebbe Sand (52. und 85.) sowie Tomasz Hajto (76., Foulelfmeter) ihre Treffer bejubeln.

Aber speziell in der ersten Spielhälfte hatte der Bundesligist frei nach dem Motto agiert: „Umwege erhöhen die Ortskenntnis.” Und so kannten die Schalker, die ohne einen Neuzugang angefangen hatten, bald jeden Zentimeter auf dem Dürener Rasen.

Nur selten wurde produktiv kombiniert (eigentlich nur einmal), dafür meist sehr umständlich der Ball dem Mitspieler zugeschoben.

Nach dem Wechsel kam Schalke mit elf neuen Spielern aufs Feld und Heynckes erkannte: „Da waren wir lebendiger, spritziger, direkter, torgefährlicher.” Was stimmt, aber nicht bedeutet, dass die Gäste prima Fußball spielten.

Der herzliche Applaus galt am Ende den Gastgebern um den überragenden Abwehrchef Guido Jörres. „Wir wollten in Düren neue Sympathien gewinnen, das war unser Ziel”, verkündete der neue Trainer Winni Hannes und durfte hoch zufrieden bilanzieren: „Ziel erreicht!”