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Leverkusen: Ganea: Vier Chancen, vier Fahrkarten

Leverkusen : Ganea: Vier Chancen, vier Fahrkarten

Ioan Viorel Ganea ist ein schwieriger Mensch. Eckig, kantig, ein Eigenbrötler. Auf der anderen Seite steht der Fußballer Ganea.

Schnell, gutes Dribbling, mit Auge für die Situation. So hat er 25 Tore in 85 Pflichtspielen für den VfB Stuttgart erzielt.

Es könnten freilich (noch) mehr sein: Felix Magath hatte den rumänischen Auswahlstürmer zum zweiten Durchgang auf den Platz der BayArena beordert. Mission: Chancen erarbeiten, Chancen nutzen.

Den ersten Teil seiner Aufgabe erledigte er mit unwahrscheinlicher Perfektion, tauchte nach Anspielen von Hleb, Mutzel (zweimal) und Gerber alleine vor Bayer-Torsteher Butt auf.

Doch dann war Endstation. Viermal versemmelte Ganea binnen fünf Minuten. Kläglich. Nur ein Ball kullerte überhaupt Richtung Tor.

Magath erlöste den Stürmer nur 22 Minuten nach seiner Einwechslung. 1:0-Zittern statt klarer Erfolg für den VfB.

„Er hat mir leid getan, aber ich hatte nach den vergebenen Chancen nicht das Gefühl, dass er noch die Nervenkraft besitzt, um um die Möglichkeiten zu nutzen”, begründete Magath den ungewöhnlichen Schritt. „Es gibt eben Tage, an denen geht nichts für einen Stürmer”, fügte der Trainer hinzu.

Kein Vorwurf, keine Schelte - auch nicht von den Kollegen. „Der Ioan hatte halt heute Pech”, diktierte Krassimir Balakow. Und Zvonimir Soldo versprach: „Er wird wieder treffen, ganz bestimmt!”

Wann? „Bald, Sie werden schon sehen.” Ein schwacher Trost für den vierfachen Fehlschützen. Der verkroch sich kleinlaut im hinteren Winkel des Mannschaftsbusses, wollte nur seine Ruhe.