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Nürnberg/Köln: Für FC beginnt der Überlebenskampf

Nürnberg/Köln : Für FC beginnt der Überlebenskampf

„Sie können jetzt ihre Revolver wieder einstecken.” Gelassen konterte Nürnbergs Trainer Wolfgang Wolf nach dem ersten Saisonsieg gegen einen schwachen FC Köln und erklärte die Trainer-Diskussion bei den Clubberern für beendet.

Eine Diskussion, die in Köln nach dem grandiosen Saisonstart von der Führungsspitze vielleicht noch geführt werden wird. Mit einem Doppelschlag schoss Stefan Kießling (32. und 67.) den Club vom Tabellenende weg.

Der Anschlusstreffer durch Patrick Helmes (75) nach der einzigen echten Chance für den FC kam zu spät und brachte auch nicht das erhoffte Signal zum Aufbäumen mit sich. Köln bleibt nach der 1:2-Niederlage zwar auf dem 11. Tabellenplatz, der Abstand auf einen Abstiegsplatz ist allerdings von fünf auf drei Punkte geschrumpft.

Rapolder verteidigte zwar auch nach der schwachen kämpferischen Vorstellung, dass er seinem Team und sich selbst am Donnerstag trainingsfrei gegeben hat („Ich arbeite hart, deswegen bekommen die Spieler auch immer zwei Tage vor dem Spiel frei”), stellte jedoch zugleich „nach unserer bisher schwächsten Saisonleistung” ein gestrafftes Kölner Profileben bis zum nächsten Schicksalsspiel am 16. Oktober gegen Hannover in Aussicht - Trainingslager inklusive.

„Wir werden dort übrigens fünf Tage und fünf Nächte zusammen sein, damit keiner was sagen kann.” Und das erscheint auch bitter nötig, wenn man sich nur die Statistik des Nürnberg-Spiels vor Augen führt: 27:5 Torschüsse, 13:2 Ecken, 60 Prozent aller Zweikämpfe gewonnen lautet die Bilanz für den Club, der in den sieben Spieltagen zuvor weder durch Einsatzwillen noch durch Torgefährlichkeit sonderlich aufgefallen war.

Fast zwei Wochen Zeit hat der FC-Coach, mehr Stabilität in die schwächelnde Abwehr zu bringen; Hauptgrund dafür, dass Köln in den letzten fünf Begegnungen den Platz als Verlierer verlassen hat.