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Köln: Friedhelm Funkel erlaubt Pappnasen

Köln : Friedhelm Funkel erlaubt Pappnasen

Nach Dirk Lottners Elfmetertor zum 2:1 über LR Ahlen führte Friedhelm Funkel an der Seitenlinie Freudentänze auf, aber so richtig los gehts beim Zweitliga-Tabellenführer 1. FC Köln erst am Montagabend. „Auf der Karnevalssitzung werden wir feiern”, kündigte der Trainer an.

„Die Mannschaft hat es verdient. 21 Zweitligaspiele hintereinander nicht verloren - dieser Rekord spricht eine deutliche Sprache. Erst danach befassen wir uns mit dem nächsten Spiel am Sonntag beim VfB Lübeck.”

Wer solche Spiele gewinnt, dem kann eigentlich sportlich nichts mehr passieren. „Das ist der Unterschied zwischen uns und unseren Verfolgern”, schmunzelt Funkel.

Doch auch dem 49-Jährigen dürfte in einer ganzen Reihe von Situationen angst und bange um den Zustand der Kölner Defensive geworden sein. Zumal der FC nach der Tätlichkeit und dem daraus resultierenden Platzverweis für Moses Sichone 35 Minuten lang in Unterzahl war.

„Eine Dummheit von Moses Sichone”

„Das war eine Dummheit von Moses Sichone. Er hat der Mannschaft sehr geschadet”, bewertete Funkel den Fehltritt des Mannes aus Sambia. Sichone droht nun eine Geldstrafe und hat sich damit wohl selbst aus der ersten FC-Reihe gestoßen. „Diese Rote Karte war der Bruch in unserem Spiel”, so der Trainer.

Als Analyse darf diese Feststellung aber nur bedingt gelten. Denn schon vor Sichones Aussetzer drückte Ahlen und war die bessere Mannschaft. Marcel Rath, der für das Team von Werner Lorant den zwischenzeitlichen Ausgleich erzielt hatte, traf den Sachverhalt schon besser: „Wir haben uns einfach zu dusselig angestellt. Aber genau das macht den Unterschied zwischen uns und dem 1. FC Köln aus.”

21 Spiele, 47 Punkte - wenn sich der „Geißbock” nicht noch selbst auf die Hörner nimmt, kann das Unternehmen Wiederaufstieg kaum noch scheitern.