Mönchengladbach: Freudlose Millionen: Gladbach einigt sich mit Werder auf Marin-Transfer

Mönchengladbach: Freudlose Millionen: Gladbach einigt sich mit Werder auf Marin-Transfer

Wer einen Stoßseufzer von Max Eberl erwartet hat, wird enttäuscht: „Ich bin überhaupt nicht froh”, sagt Borussia Mönchengladbachs Sportdirektor zur Einigung mit Werder Bremen über den Transfer von Marko Marin (Vierjahresvertrag).

„Wir verlieren einen guten Spieler.” Und erhalten dafür aber rund 9 Millionen Euro. Doch der ehemalige Chef der Jugendabteilung betont: „Ich hätte Marko noch gerne zwei Jahre behalten, damit er hier die nächsten Schritte macht. Aber das ändert nichts an meiner hohen Meinung.”

Die Pokerpartie um das Ausnahmetalent ist beendet. Belastet hat sie den Borussen-Manager nie. „Nur immer wieder darauf angesprochen zu werden, hat genervt.” Im Schatten des Gerangels arbeitete Eberl an anderen Baustellen.

Nach dem Coup mit Torjäger Raul Bobadilla steht auch der Abschluss mit Mittelfeldspieler Juan Arango kurz bevor: „Es sind nur noch Details zu klären.” Der Manager verneint einen Zusammenhang zwischen dem Marin-Verkauf und dem Arango-Transfer.

„Das sind ganz unterschiedliche Spieler. Und ich könnte doch mit Arango nicht so weit sein, wenn er vom Marin-Verkauf abhängig wäre.” Ist Neuzugang Nummer 6 eingetütet, „ist die Transferperiode für uns abgeschlossen - wenn sich niemand verletzt”.

Eberl ist optimistisch, dass auch Steve Gohouri und Patrick Paauwe bald einen neuen Arbeitgeber finden werden.

„Aber das ist Aufgabe der Spielerberater.” Versorgt für ein Jahr ist auch Sebastian Schachten: Borussias Pechvogel wird an Paderborn ausgeliehen.

Mehr von Aachener Nachrichten