1. Sport
  2. Fußball
  3. Bundesliga

Wegberg-Beeck: FC Wegberg-Beeck bei Gegner auf Augenhöhe

Wegberg-Beeck : FC Wegberg-Beeck bei Gegner auf Augenhöhe

Um 10.25 Uhr macht sich am Samstag der Tross des FC Wegberg-Beeck auf den Weg zum ersten Auswärtsspiel in der Fußball-Regionalliga. Knapp 85 Kilometer trennen das Team von Friedel Henßen und Dirk Ruhrig vom Zielort.

Im altehrwürdigen Lohrheidestadion trifft der Aufsteiger auf die SG Wattenscheid 09. „Ein Gegner auf Augenhöhe“, wie Ruhrig erklärt.

„Wir fahren nicht nach da, um den Punktelieferanten zu spielen“, gibt sich der Trainer zuversichtlich. Trotz der beiden Auftaktpleiten gegen Rödinghausen (0:5) und Erndtebrück (0:3) ist die Stimmung innerhalb der Mannschaft gut. Schließlich hat der FC Wegberg-Beeck am vergangenen Samstag viel richtig gemacht. Das sieht auch Teamchef Henßen so: „Unser Auftreten war gegen Erndtebrück klar verbessert. Leider fehlt aktuell in den entscheidenden Situation das Quäntchen Glück.“

Der 43-Jährige spielt dabei auf eine fatale Fehlentscheidung des Schiedsrichtergespanns an. Wenige Minuten vor dem 0:1 startete Johannes Walbaum auf den gegnerischen Schlussmann zu, als der Assistent an der Linie plötzlich die Fahne hob. „Wir haben sofort gesehen, dass das kein Abseits war, und die Videoaufnahmen haben uns das bestätigt.“ Henßen ist sich sicher, dass seine Mannschaft bei einer Führung die Partie gewonnen hätte, aber Jammern bringt nichts. „Solche Aktionen wiederholen sich im Laufe der Saison natürlich öfters. Zum jetzigen Zeitpunkt ist das aber extrem bitter.“

Zabel und Thelen wieder im Kader

Gegen den ehemaligen Bundesligisten aus Bochum-Wattenscheid soll die Durststrecke beendet werden. Dabei wird wohl Stefan Zabel wieder helfen können. Zuletzt laborierte der Stammtorwart an einem entzündeten Nerv, aber die Verantwortlichen sind guter Dinge, dass er am Samstag um 14 Uhr wieder zwischen den Pfosten stehen wird. Auch Stefan Thelen, der seine Rotsperre abgesessen hat, kehrt zurück in das Aufgebot.

„Wir hoffen zudem noch auf die Spielberechtigung von Marko Karamarko“, verrät Henßen sichtlich genervt, „aber der belgische Verband trödelt rum.“ Ausfallen werden definitiv Kapitän Arian Berkigt (private Gründe), Lennart Ingmann (gesperrt nach Platzverweis) und der langzeitverletzte Maurice Passage. Auch für den wahrscheinlichen Rückkehrer Sahin Dagistan kommt das Aufeinandertreffen mit dem Traditionsverein noch zu früh. Alemannia Aachen liegt zwar ein offizielles Angebot der Beecker vor, aber eine Einigung über den Transfer steht noch aus.

Geduld ist gefragt

Wattenscheid, das bisher nur ein Saisonspiel bestritten hat, überzeugte beim 1:1 bei der U 23 von Borussia Mönchengladbach. „Die Mannschaft war vor allem taktisch hervorragend eingestellt und hat sehr viele Sachen richtig gemacht“, analysiert Henßen den Gegner. „Ein Punkt beim Vorjahresmeister spricht für sich.“ Das sieht Ruhrig ähnlich, der zur Geduld mahnt: „Wir dürfen nicht im Hurra-Stil nach vorne spielen.“

Der Fokus liegt weiter auf den eigenen Problemzonen. Stabilität in der Zentrale und Kompaktheit auf den defensiven Außenbahnen sollen helfen, um Selbstvertrauen für Offensivaktionen zu tanken. Darüber hinaus muss die individuelle Fehlerquote zwingend reduziert werden, um sich endlich selbst zu belohnen — mit dem ersten Tor in der Regionalliga und mit dem ersten Punkt.