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Wegberg-Beeck: FC Wegberg-Beeck: 1:1 gegen RW Essen hat Kräfte freigesetzt

Wegberg-Beeck : FC Wegberg-Beeck: 1:1 gegen RW Essen hat Kräfte freigesetzt

Der FC Wegberg-Beeck will die „Englische Woche“ im besten Fall mit dem ersten Auswärtspunkt in der Fußball-Regionalliga beenden. „Nach dem Velbert-Spiel wollten wir uns in den restlichen Partien eigentlich eine schöne Tour machen“, erklärt ein zu Scherzen aufgelegter Teamchef Friedel Henßen und schiebt entschlossen nach: „Das sieht jetzt natürlich wieder anders aus.“

Das 1:1 am Dienstagabend gegen Rot-Weiss Essen hat offensichtlich neue Kräfte freigesetzt. „Die Stimmung“, so der Teamchef, „war gelöst. Wir wurden endlich für unseren Einsatz belohnt und haben gegen einen großen Traditionsklub einen Zähler geholt.“

Kollektiv überzeugt

Ob Schlussmann Patrick Nettekoven, der beim Gegentor machtlos war, oder Sturmspitze Sahin Dagistan — jeder Akteur überzeugte, und nur so kann es gehen. Bei reinen Feierabendkickern, die abgeschlagen in einer Profiliga unterwegs sind, muss jeder Einzelne in jeder Begegnung am absoluten Maximum agieren, und dieses Limit wurde gegen RWE mit einer geschlossen starken Mannschaftsleistung erreicht.

Henßen weiß: „Wir können nur dann konkurrenzfähig sein, wenn wirklich alle an ihre Schmerzensgrenze gehen. Unsere Leute kommen von der Arbeit, springen ohne Pause direkt ins Trikot uns stiefeln auf den Platz. Wenn wir da nicht alle Attribute in die Waagschale werfen, haben wir keine Chance!“

Der 44-Jährige räumt zudem ein, dass — so gehört es zum Usus der „Kleeblätter“ — ein „Bierchen“ nach Abpfiff getrunken wurde. „Diesbezüglich sind wir gut bestückt. Da gibt es nicht viele Regionalligisten, die so gut aufgestellt sind wie wir“, lacht der Henßen. „Wir sind dann doch eher der Amateurverein.“

Für die Aufgabe bei der U 23 von Fortuna Düsseldorf werden die Verantwortlichen wieder auf dieselbe Anfangsformation vertrauen und keine Veränderungen vornehmen. Sollten bis zum Anstoß um 14 Uhr keine Probleme auftreten, wird der wieder einsatzbereite Patrick Ajani seinem Bruder Marvin, der für Fortuna spielt, von der Bank aus zusehen müssen.

Auf den Rechtsverteidiger der Fortuna wird ein besonderes Augenmerk liegen. Im September bereitete der ehemalige Spieler von Alemannia Aachen beide Treffer durch wuchtige Antritte vor.

Der Tabellensiebte wird wahrscheinlich wieder versuchen, über schnelles Umschaltspiel die Defensive des FCW unter Druck zu setzen. Das funktionierte im Hinspiel vor allem beim 2:1-Siegtreffer: Während der Aufsteiger noch den Ausgleich feierte, stürmte Fortuna in die Gefahrenzone und erhielt einen berechtigen Foulelfmeter, der verwandelt wurde.

Kommt Wegberg-Beeck ohne frühes Gegentor in das Gastspiel, wird es durch den „Push“ vom Dienstag ein interessantes Kräftemessen werden. Friedel Henßen ist sicher, dass der Schalter in den letzten Begegnungen gegen Essen und in Velbert (zweite Halbzeit) umgelegt worden ist: „Wir brauchen von Beginn an volle Konzentration. Jeder muss Fußball kämpfen und Fußball arbeiten. Denn nur dann können wir unser Potenzial abrufen.“