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Köln: FC hofft auf Tsiartas erste Zauberstunde

Köln : FC hofft auf Tsiartas erste Zauberstunde

Huub Stevens nimmt sich noch Zeit. Bis Samstagmittag.

Dann erst will sich der Trainer des Zweitliga-Spitzenreiters 1. FC Köln erst festlegen, ob er am Sonntag gegen Rot-Weiß Erfurt seine beiden Nationalspieler auflaufen lässt.

Doch intern, so verlautet aus der Mannschaft, sei die Sache schon klar. Vasileios Tsiartas und Lukas Podolski sollen die „Geißböcke” im letzten Heimspiel des Jahres zu weiteren drei Punkten schießen.

„Es ist alles eine Frage, wie schnell die Integration klappt”, betont Huub Stevens. Und um diesen Prozess zu fördern, ließ der 52-jährige Niederländer in allen Trainingseinheiten dieser Woche viel spielen.

„Er hat einfach den Blick nach vorne”, erkannte Stevens dabei. „Der weiß schon genau, wohin er spielen muss, bevor er den Ball überhaupt bekommt. Das hat man, oder man hat es nicht.”

Der neue FC-Spielmacher leidet jedenfalls nicht an Minderwertigkeitskomplexen. „Ich bin fit”, sagt er und ist überzeugt, dass es mit dem Aufstieg klappt.

Mit Pathos in der Stimme fügt er hinzu: „Wenn der Trainer mich am Sonntag gegen Erfurt aufstellt, werde ich mich mit einer guten Leistung dafür bedanken.” Vor seinem ersten Einsatz für seinen neuen Klub hat er das juristische Duell mit seinem früheren Arbeitgeber gewonnen.

Das griechische Verbandsgericht hat als letzte Instanz den AEK Athen dazu verdonnert, Tsiartas 1,24 Millionen Euro zu zahlen. Das Urteil ist rechtskräftig.

Seine sportliche Ausgangsposition stuft er als erstklassig ein. „Der 1. FC Köln ist doch eigentlich gar kein Zweitligist, sondern ein historischer Klub, den man in ganz Europa kennt”, sagt der 32-Jährige. „Nur durch unglückliche Umstände ist der FC in der 2. Liga.”

Das hört man gern in Köln. Doch den Worten der neuen Kreativkraft muss die Mannschaft nun auch spielerisch Taten folgen lassen.

Bis auf die Langzeitverletzten Stefan Wessels und Michael Niedrig sowie Lukas Sinkiewicz (Muskelfaserriss) steht Stevens der komplette Kader zur Verfügung.

Gegenüber der Startelf von Trier (0:0) werden wohl Roland Benschneider für Sinkiewicz, Vasileios Tsiartas für Rolf-Christel Guiè-Mien und Lukas Podolski für Thomas Bröker auflaufen.

Und die 36.000 Besucher, die der FC am Sonntag erwartet, hoffen auf Tsiartas erste Zauberstunde.