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Köln: FC-Coach Daum will nicht über „die Sache” reden

Köln : FC-Coach Daum will nicht über „die Sache” reden

Orientiert man sich nur an den Worten von Trainer Christoph Daum und nicht an der Tabelle der Bundesliga, man könnte glatt denken, der Erstligist 1. FC Köln stecke derzeit mittendrin im Abstiegskampf.

Drei Mal hat sein Team nun in Serie verloren - Grund genug für Daum, den Seinigen vor dem ausverkauften Heimspiel gegen den Hamburger SV am Sonntag das Handwerkszeug eines Fußballers in Erinnerung zu rufen. „Vorher haben wir uns gegenseitig mehr geholfen. Das war in den vergangenen Spielen nicht zu spüren. Jeder muss sich fragen, wie er die Mannschaft stärken kann”, sagt Daum.

Sätze, die eigentlich dorthin gehören, wo momentan Bochum, Gladbach und Karlsruhe umhertaumeln: in die Abstiegszone. Daum sieht die bislang sorgenfreie Saison aus zwei Gründen gefährdet. Zum einen die kleine Negativserie. Viele Details hätten in den Begegnungen gegen Bremen, Hoffenheim (beide 1:3) und Berlin (1:2) „vier Punkte” gekostet. Also führte Daum diese Woche viele Gespräche, um gegen Hamburg und dann in Bochum „das Ergebnis der Hinrunde noch sensationeller zu gestalten”.

Die andere Ursache möchte Daum zunächst nicht aussprechen, nennt es „Thema” oder „Sache”. Erst später betitelt er es: „Podolski”. Daum redet sich in Rage: „Wenn der FC absteigt, gerät das zur Nebensache, Hauptsache die andere Sache (er meint Podolski) klappt.”

Also redet Daum nur noch über den HSV, erinnert an eigene erfolgreiche Spiele gegen Schalke (1:0) und Stuttgart (3:1), als der FC sich als Außenseiter gefiel.

„Rein von der Mathematik und der Wahrscheinlichkeitsrechnung ist der HSV im Vorteil. Aber das war gegen Schalke und Stuttgart ebenso”, sagt Daum, der Hamburg trotz des Uefa-Pokal-Spiels gegen Slavia Prag als Favorit sieht: „Sie sind im Rhythmus und haben 2:0 gewonnen. Ich würde gerne mit ihnen tauschen.”

Auf die Frage, ob Innenverteidiger Geromel nach seinem Faserriss wieder fit sei, antwortet Daum: „Ob fit oder nicht fit - er ist spielbereit. Wir haben nicht die Möglichkeit, einen Stammspieler rauszulassen.” Hingegen wird Manasseh Ishiaku laut Daum erst nach der Winterpause eine Option für die Anfangself sein.