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Paderborn: FC-Chef Overath völlig entsetzt

Paderborn : FC-Chef Overath völlig entsetzt

Eines haben die Berufsfußballer des 1. FC Köln am Freitagabend mit ihrem äußerst schwachen und peinlichen Auftritt in Paderborn geschafft.

Sie haben ihrem Präsidenten Wolfgang Overath beim 0:2 (0:0) gegen den SC 07 den 63. Geburtstag mächtig vermiest mit dieser zweiten Saisonniederlage. Nichts, aber auch gar nichts brachte die Mannschaft von Trainer Hanspeter Latour zustande gegen die von Minute zu Minute frecher aufspielenden Paderborner, die durch die Treffer des starken Ex-Alemannen Erwin Koen (65.) und des eingewechselten Timo Röttger (90. + 1) verdient siegten.

Michael Meier, der Manager der „Geißböcke”, erinnerte vor dem Anpfiff an die Hausaufgaben, die die Vereinsführung den Profis mit auf die Reise nach Paderborn gegeben hatte: „Hier musst du drei Punkte mitnehmen” - auch ohne den verletzten siebenfachen Saisontorschützen Patrick Helmes. Hinterher stellte Latour fest: „Selbstverständlich erwartet man von uns ein inhaltvolleres Spiel.”

Für Helmes stürmte neben Milivoje Novakovic nun Matthias Scherz, dessen Treffer aus der 63. Minute aber die Anerkennung versagt blieb, da Novakovic im Abseits stand.

Beide Kölner Spitzen wähnten sich auf verlorenem Posten, weil aus dem Mittelfeld so gut wie keine Impulse nach vorne kamen. Der 1. FC Köln präsentierte sich in allen Mannschaftsteilen als der „1. FC Harm- und Systemlos”. Und untermauerte zu keiner Zeit, dass das Klassenziel der Wiederaufstieg ins Oberhaus ist. Köln zeigte erschreckende Schwächen im Spielaufbau und ließ als vermeintlicher Top-Favorit der Liga jegliche Aggressivität und Souveränität vermissen. Und da die Elf von Trainer Roland Seitz dies erkannte, machte sie Dampf ohne zu glänzen.

Overath: „Paderborn ist eine liebe Mannschaft, und wir haben ja nicht dauernd unter Druck gestanden. Aber wir waren nicht in der Lage, den Ball über zwei, drei Stationen in den eigenen Reihen zu halten.” Der FC-Chef wurde deutlicher: „Wenn man so spielt, hat man null Chance. Das ist nicht zu akzeptieren. Wie wir hier aufgetreten sind - so holt man nirgendwo Punkte und kann sich den Aufstieg abschminken.”