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Düren: Evivo schmettert Wien in die Niederlage

Düren : Evivo schmettert Wien in die Niederlage

Das Bad in der Menge genoss Malte Holschen nur wenige Minuten. Den Mittelblocker des Volleyball-Bundesligisten Evivo Düren zog es Mittwoch Abend doch schnell aus dem VIP-Bereich der Arena Kreis Düren nach Hause. Schließlich gibt es manchmal etwas Wichtigeres, als einen 3:1-Sieg in der Champions League über Aon hotVolleys Wien zu feiern.

„Ich werde morgen in Immunologie geprüft”, sagte der Medizinstudent und entschwand. Die Gedanken an das Abwehrsystem des menschlichen Körpers verdrängte die Freude über den Sprung an die Tabellenspitze in der Gruppe C der Champions League. „Das hat doch heute richtig Spaß gemacht”, schmunzelte Holschen noch, „wir wussten, dass wie eine Chance hatten, und wir haben sie genutzt.”

Gewiss, Evivo verschenkte so manchen leichten Punkt: „Wir haben sie uns zu oft erarbeiten müssen”, meinte Kapitän Sven Anton, doch: „Wir können ja auch ganz gut spielen”. Und damit meinte er beispielsweise ein ganze entscheidende Phase im dritten Satz: 5:9 lag Evivo zurück - und führte nur wenige Minuten später 17:13. „Das ist halt Volleyball”, lachte Till Lieber, der Libero der deutschen National-Mannschaft und von Evivo. Seine Mannschaftskameraden Heriberto Quero - im ganzen Spiel 20 erfolgreiche Angriffe - und Tom Kröger, für Sven Anton der wertvollste Neuzugang Evivos, schmetterten Wien in die Niederlage. Die nervösen Österreicher fanden kein Gegenmittel.