Mönchengladbach: Eine Serie brechen, eine Serie starten

Mönchengladbach: Eine Serie brechen, eine Serie starten

Es war einmal: Vor knapp 24 Jahren feierte Borussia Mönchengladbach einen satten 7:1-Erfolg bei Werder Bremen - es war für 24 Jahre der letzte Sieg im Weserstadion... Es war einmal: Vor gut zwei Jahren legte die Borussia mit einem 1:1 an der Weser den Grundstein für den späteren Klassenerhalt in der Fußball-Bundesliga, und es war das Hauptverdienst des in der Winterpause verpflichteten Logan Bailly.

Der Belgier hielt (fast) alles, zeigte eine sensationelle Leistung.

Es war einmal: Zu Saisonbeginn - mit dem 1:1 gegen Nürnberg und dem 6:3 in Leverkusen sowie am 11. und 12. Spieltag mit dem 3:3 gegen die Bayern und dem 4:0 in Köln - hatte es die Borussia zweimal geschafft, zwei Spiele in Folge ungeschlagen zu bleiben. Für Mönchengladbacher Verhältnisse eine Serie, sogar eine richtig imposante Serie...

Am Samstagabend (18.30 Uhr) sollen, können, müssen die Borussen zu „Serientätern” werden, um dem Pflänzchen Hoffnung auf den Klassenerhalt Nahrung zu geben. In den letzten Wochen hat die Borussia stets für ein Wechselbad der Gefühle gesorgt bei den Fans, jedem mutgebenden Sieg folgte prompt eine frustbringende Niederlage.

Abstellen soll diese unerwünschte Form der Konstanz eine Mannschaft, die mit der gleichen Taktik wie beim 2:0-Erfolg über Hoffenheim agieren wird. „Wir werden das System nicht wechseln”, sagt Trainer Lucien Favre, der sein Team im 4-4-2- bzw. 4-4-1-1-System spielen lässt. Personell wird gewechselt, für den verletzten Igor de Camargo dürfte Mo Idrissou die Sturmspitze bilden, zudem ist der zuletzt erkrankte Havard Nordtveit genesen. Für Borussias in der Rückrunde bislang überzeugendsten Akteur wird ein Mittelfeldspieler weichen müssen.

„Wir müssen sehr, sehr kompakt stehen, die Balleroberung wird wichtig sein, wir müssen mit viel Intelligenz spielen.” Äußerungen von Favre, die vor jedem Spiel zu seinem Wortschatz gehören. Wie der Respekt vor dem Gegner. „Bremen”, sagt der Schweizer, „Bremen hat mit dem Abstieg nichts zu tun.” Das werden sie in Gladbach nicht sagen können. Auch nicht, wenn nach 24 Jahren eine Serie reißen sollte.

Voraussichtliche Aufstellung: Bailly - Jantschke, Stranzl, Dante, Daems - Nordtveit (Marx), Fink, Neustädter (Nordtveit), Arango - Reus, Idrissou