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Mönchengladbach: „Eine Niederlage gegen Stuttgart wäre fatal”

Mönchengladbach : „Eine Niederlage gegen Stuttgart wäre fatal”

Im Stadionmagazin des FCN stand über den Gast Borussia Mönchengladbach in der Rubrik „Stärken” geschrieben: „Zuletzt war von dem spielerischen Vermögen der Gladbacher wenig bis nichts zu sehen.”

Klingt zunächst nicht gut, aber weiter heißt es da: „Doch da verhält es sich wie mit der Sonne, die ein Wolkenband verdeckt. Reißt diese Schicht auf, wird es sofort hell.”

Müssen die über 50.000 Zuschauer heute folglich ihre Sonnenbrille einstecken? Blendgefahr im Borussia-Park? „Eine Niederlage jedenfalls wäre fatal”, sagt Cheftrainer Horst Köppel. Droht Finsternis, der (Sonnen)-Untergang?

Der Schwabe lässt sich vor dem Besuch des schwäbischen Spitzenteams aus Stuttgart nicht schrecken - er versprüht Optimismus. Ob gezwungenermaßen oder aus Überzeugung ist nicht abzulesen im Gesicht des in dieser Saison noch ungeschlagenen Bundesliga-Trainers Köppel (2:0 gegen die Bayern im Herbst 2004, 0:0 in Nürnberg).

Zumindest diese Serie muss halten, und dabei setzt Köppel auf die Fans. Die mögen ihn, und so umgarnt Cleverle Köppel den „zwölften Mann”, „auch wenn das jetzt wirklich keine Lobhudelei sein soll...”

Der Trainer erzählt von dem Schauer, der über seinen Rücken läuft, wenn 50.000 die Borussen-Hymne anstimmen und er das Spielfeld betritt. Köppel wünscht sich, dass Fehler verziehen werden und ein möglicher Rückstand nicht gleich mit Pfiffen quittiert wird. Und auch nicht fehlendes spielerisches Vermögen.

Das dürfte ohnehin verschüttet bleiben, glaubt man Matthias Sammer. Die Begegnung wird für den VfB-Coach „nicht auf der fußballerischen, sondern auf der emotionalen Schiene entschieden”. Des Trainers Rat: „Wir müssen uns gedanklich darauf einstellen, dass die Partie nicht auf normaler Ebene ablaufen wird.”

Kopfballspieler gefragt

Ganz gut sieht es bei Abwehrspieler Milan Fukal aus, der fast ohne Probleme an der verletzten Schulter das Abschlusstraining absolvierte und möglicherweise heute spielen kann. Köppel würde es freuen, denn „bei Standards ist der VfB sehr stark, da brauchen wir jeden guten Kopfballspieler”.