Hahn: Drittligist Fortuna Köln besiegt Bezirksligist Inde Hahn

Hahn: Drittligist Fortuna Köln besiegt Bezirksligist Inde Hahn

Eine knappe Stunden lebte die Hoffnung auf eine erneute Überraschung: Bis dahin hatte der FC Inde Hahn vor knapp 600 Zuschauer gegen die vier Klassen höher spielende Fortuna aus Köln die Null gehalten. So mussten Standards her, um die Partie zu entscheiden.

Nach einer Ecke traf Markus Pazurek (58.) per Kopf, und Ercan Aydogmus (80.) verwandelte einen Foulelfmeter zum 2:0 für die favorisierten Gäste. Damit zerplatzten die Träume, nach dem 2:1 im vergangenen Jahr gegen Alemannia Aachen erneut Runde 2 des FVM-Pokals zu erreichen.

„Ich bin zu sehr Sportler, als das ich mich so kurz nach dem Spiel über das Ergebnis freuen kann“, sagte Inde-Coach Oliver Heinrichs, der stolz auf den Auftritt seines Teams sein durfte. Das hob sein Kölner Kollege Uwe Koschinat hervor: „Wir sind auf einen hervorragend organisierten Gegner getroffen, mit Akteuren, die in dieser Spielklasse nichts zu suchen haben. Wir hatten zwar mehr Ballbesitz, waren aber nicht gefährlich genug, und Hahn hat es immer wieder geschafft, hinter den Ball zu kommen“, analysierte der Kölner Coach. „Das war kein komplett unverdienter, wohl aber ein glücklicher Erfolg. Über 90 Minuten ist es nicht gelungen, uns große Möglichkeiten zu erspielen.“

Beide Defensivreihen standen gut, so dass die Keeper wenig gefordert waren. Hahn spielte munter mit, und die Kölner — unter ihnen der Ex-Alemanne Kristoffer Andersen — fanden kein Mittel. Nachdem Peter Szczyrba (21.) noch am generischen Keeper gescheitert war, schickte Michael Grümmer Phi-lipp Dunkel aussichtsreich auf die Reise — doch der Schiedsrichterassistent wollte ein Abseits gesehen haben. Ein gut geschossener Freistoß von Grümmer (27.) wurde abgewehrt. Auf der Gegenseite klärte Fortuna Tino Badidila gegen den durchgebrochenen Andersen (30.) Sehenswert nahm Badidila später dem Kölner Kusi Kwame in der Vorwärtsbewegung den Ball ab, passte in den Lauf von Dunkel (42.), der alleine vor Kölns Keeper Alexander Monath auftauchte — und vorbeischoss.

Nach der Pause erhöhte Köln den Druck: Ein Schuss von Aydogmus (53.) wurde abgewehrt, ein Freistoß von Hamdi Dahmani (55.) ging knapp vorbei, doch nach einer Ecke besorgte Pazurek (58.) die Führung. Die Fortuna war nun am Drücker — zwingend waren ihre Bemühungen nicht. Nach einer Ecke von Dahmani klärte Mark Lambertz noch auf der Linie gegen Oliver Laux, Aydogmus‘ Nachschuss wehrte Keeper Markus Schäfer ab. Nach einem Foul an Dahmani verwandelte Aydogmus (80.) den Strafstoß sicher.

Doch Hahn gab nicht auf, Szczyrba setzte sich gut über links durch, schoss dem Fortuna-Keeper aber in die Arme. Und auch ein Kopfball von Hiroki Ogiso nach einer schönen Flanke von Mark Lambertz ging vorbei.

„Wir sind ziemlich frustriert. Wir haben gut gespielt, aber die Gegentore sind nach Standards gefallen. Diesmal hat uns das nötige Quäntchen Glück gefehlt. Zum Schluss hat die Physis den Unterschied gemacht“, ärgerte sich Hahns Kapitän Kevin Klinkenberg. „Wir haben gut ins Spiel gefunden, haben gut gestanden und einem Drittligisten das Leben eine Stunde lang schwer gemacht“, fand Heinrichs hinterher noch Positives. „In der ersten Hälfte gab es gute Gelegenheiten, und wenn Philipp das Tor gemacht hätte.., und in der Schlussphase eine brenzliche Situation. Insgesamt war das aber nicht zwingend genug.“

Hahn: Schäfer — Ogiso, Kaußen (66. Weiss), Szczyrba, Grümmer, Koyama (24. D. Krott, Patmaz, Lambertz, Dunkel (78. Walica), Badidila