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Aachen: Die „Axt” schlägt per Kopf zu

Aachen : Die „Axt” schlägt per Kopf zu

Nun, Thomas Hengen wird nicht unbedingt am Sonntag die Kapitänsbinde tragen, wie beim Testspiel von Alemannia Aachen in Halbzeit 2 gegen den Wuppertaler SV. Und auf Sergio Pinto als Mittelstürmer sollte man für den Ernstfall 2. Liga auch nicht unbedingt setzen.

Dennoch machte der Termin auf dem Tivoli für Trainer Dieter Hecking Sinn, abseits des 2:1-Siegs. „Ich wollte die Spielfreude und bestimmte Abläufe fördern”, erklärte der Coach, „ein Spiel ist besser als Training.”

Von dieser Praxisorientiertheit profitieren im Normalfall vor allem die Reservisten. Am Mittwoch aber nutzte Hecking die Möglichkeit, seine neu formierte Abwehr auf Karlsruhe-Kurs zu bringen.

Für den gesperrten Abwehrchef Alexander Klitzpera konnte sich Thomas Stehle in die Mechanismen der Vierer-Kolonne einarbeiten. „Er hat seine Sache ordentlich gemacht”, lautete das Lob des Trainers.

Stehle trat nicht nur in der Defensiv-Arbeit in Klitzperas Fußstapfen. Die „Axt” schlug auch vorne zu: Eine Ecke von Ivan Petrovic rammte er per Kopf zur Führung ein (18.).

Kleiner Schönheitsfehler: Nur vier Minuten später durfte Michael Stuckmann nach einem Freistoß ähnlich unbedrängt zum 1:1 einköpfen.

Die vom Trainer erhoffte Spielfreude wechselte er kurzfristig mit dem Offensiv-Personal der ersten Wahl nach der Pause ein. Doch nach dem Siegtreffer durch Kai Michalke (54.) verpuffte der Elan wieder.

Immerhin aber konnte sich dabei Laurentiu Reghecampf den Kopf ein wenig frei spielen. Ihn wegen der Geschehnisse zu verstecken, kam Hecking nicht in den Sinn. „Das war kein Thema. Das ganze ist doch ein Witz.”