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Mönchengladbach: Dick Advocaat gibt den Takt an...

Mönchengladbach : Dick Advocaat gibt den Takt an...

Dick Advocaat hat leidvolle Erfahrungen mit Schlagzeilen. Spätestens seit der Euro 2004, als ihm als holländischem Bondscoach die gehässigen Botschaften nur so um die Ohren gehauen wurden.

Neu aber ist für Borussia Mönchengladbachs Trainer, dass er sich über das eigene Vereinsheft für das Heimspiel gegen den SC Freiburg ärgern muss. „Im Fohlenecho steht: Schützenfest zu Karneval. Also haben wir am Sonntag eine leichte Aufgabe. Das müssen Leute schreiben, die Ahnung haben”, mokierte er sich über die vollmundige Ankündigung.

Der Holländer kennt die Mechanismen im Fußballgeschäft, weiß wie der gegnerische Trainer mit dieser Hybris umzugehen pflegt: „Volker Finke wird jedem Spieler ein Exemplar in die Kabine legen.”

Nun ist das Unternehmen „Ich baue während der Saison sieben auf einen Streich in die Mannschaft ein” durchaus zeitintensiv. Und so wird der Coach nicht auch noch jede Ausgabe abnehmen wollen. Dabei kümmert sich Advocaat durchaus um Nebenschauplätze, etwa der musikalischen Art. Die neue Einmarschmusik aus der „Carmina Burana” war ihm noch nicht genug abgestimmt auf den Bewegungsablauf seiner Gladiatoren.

Der Fußballlehrer als Choreografie-Kritiker? Für den erfahrenen Trainer ist die Stimm(ungs)-Kulisse extrem wichtig. „Wir müssen zu Hause eine Macht sein.” Dass dieser Wunsch noch nicht automatisch zur Ohnmacht bei den Breisgauern führt, weiß der 57-Jährige. Und so warnt er: „Die Freiburger sind sehr aggressiv, laufen viel und sind gute Fußballer.” Und wie seine Borussen in den letzten drei Spielen unbesiegt.

Die Gladbacher müssen, um nicht auf Platz 15 kleben zu bleiben, den zweiten Sieg anno 2005 einfahren. Drei Punkte, wieder mit drei Stürmern: Wesley Sonck wird trotz der Kniebeschwerden spielen und wie in Dortmund von Oliver Neuville nebst Vaclav Sverkos begleitet werden.

„Ich möchte das nicht gleich wieder ändern”, setzt Advocaat auf das noch zarte Pflänzchen „eingespielt sein”, obwohl speziell Sverkos beim BVB nicht unbedingt überzeugen konnte. Eine Änderung wird der Trainer trotzdem vornehmen. Jeff Strasser kehrt nach seiner Gelbsperre für Marcelo Pletsch in die Innenverteidigung zurück.