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Aachen: DFB-Frauen spielen gegen die Niederlande

Aachen : DFB-Frauen spielen gegen die Niederlande

Gegner der deutschen Frauen-Nationalelf im WM-Vorbereitungsspiel auf dem Aachener Tivoli wird die Niederlande sein.

Das hat der DFB am Donnerstag mitgeteilt. Das vorletzte Testspiel des Teams von Bundestrainerin Sylvia Neid ist für den 7. Juni in Aachen geplant.

Die Frauen-WM findet vom 26. Juni bis 17. Juli in neun deutschen Städten statt. Das Eröffnungsspiel Deutschland gegen Kanada wird in Berlin sein.

Rekordnationalspielerin und Spielführerin Birgit Prinz führt den 26-köpfigen vorläufigen deutschen Kader an. Bundestrainerin Silvia Neid nominierte am Donnerstag in Frankfurt/Main 15 Akteurinnen, die bereits beim WM-Triumph vor vier Jahren in China dabei waren. „Wir brauchen für die WM ein starkes Team - und das werden wir auch haben”, sagte Neid, die ihre Mannschaft Ende Mai noch auf 21 Spielerinnen reduzieren wird, 101 Tage vor dem WM-Anpfiff. Die DFB-Auswahl trifft im Eröffnungsspiel am 26. Juni in Berlin auf Kanada.

Prinz ist mit 33 Jahren bei ihrer fünften WM die „Seniorin” im Team. Die Stürmerin vom 1. FFC Frankfurt ist mit 14 Toren bei vier Turnieren die erfolgreichste Torschützin überhaupt, in 208 Länderspielen traf sie 128 Mal. Neid nominierte mit Almuth Schult, Alexandra Popp, Kim Kulig, Bianca Schmidt und Dzsenifer Marozsan auch fünf U-20-Weltmeisterinnen aus dem vergangenen Jahr.

„Ich glaube, wir haben eine gute Mischung gefunden. Der Kader ist gleichmäßig besetzt. Wir verfügen auf jeder Position über Optionen. Das Leistungsniveau ist so hoch, wie es sein muss, wenn man um den WM-Titel mitspielen will”, erklärte Neid.

Der vorläufige deutsche WM-Kader im Kurzporträt

Mittelfeld:
Kerstin Garefrekes (1. FFC Frankfurt/31/122/41): Zweimalige Weltmeisterin. Seit Jahren Stammspielerin auf der rechten Offensivseite und sehr torgefährlich.

Melanie Behringer (1. FFC Frankfurt/25/61/17): Kann auf beiden Flügeln offensiv spielen, gefährliche Distanzschützin und Flankengeberin.

Kim Kulig (Hamburger SV/20/20/3): Die Europameisterin und U 20-Weltmeisterin spielt auf der „Sechs”. Sehr präsent, gute Freistoß- und Distanzschützin. Wechselt im Sommer nach Frankfurt.

Ariane Hingst (1. FFC Frankfurt/31/169/10): Berliner Frohnatur, kämpfte sich nach Knieverletzung wieder heran. Früher als Innenverteidigerin gesetzt, zuletzt im Mittelfeld. Will zum Abschluss ihrer Karriere den dritten WM-Coup nicht verpassen.

Simone Laudehr (FCR Duisburg/24/37/7): Die gebürtige Regensburgerin ist neben Kulig erste Wahl im defensiven Mittelfeld. Kann auch auf den Flügeln spielen. Die Weltmeisterin scheut keinen Zweikampf.

Fatmire Bajramaj (Turbine Potsdam/22/43/8): Dribbelkünstlerin und begehrter Werbestar. Ständiger Unruheherd im gegnerischen Strafraum, kommt meist über die linke Seite.

Celia Okoyino da Mbabi (Bad Neuenahr/22/51/7): Dribbelstark und zielstrebig. Idealer Joker, wenn es vorn mal nicht läuft. Kann beide offensiven Außenpositionen spielen.

Angriff:
Birgit Prinz (1. FFC Frankfurt/33/208/128): Rekordnationalspielerin und Leitfigur. Hält fast alle Bestmarken. Will ihre einmalige internationale Fußball-Karriere mit dem dritten WM-Titel beenden.

Inka Grings (FCR Duisburg/32/87/61): Stürmerin mit eingebautem Torinstinkt. Unverzichtbar im Angriffzentrum. Trickreich, schnell und eiskalt im Abschluss. Zudem kopfballstark.

Anja Mittag (Turbine Potsdam/25/67/10): Gehört schon seit der EM 2005 zum Stammpersonal. Auf beiden Flügeln oder im Sturmzentrum einsetzbar. Kommt meist als Joker, sehr zuverlässig.

Alexandra Popp (FCR Duisburg/19/8/4): Star der U 20-WM als beste Spielerin und beste Torschützin (10 Treffer). Druckvoll, präsent, durchsetzungsstark. Im DFB-Team meist links offensiv eingesetzt.

Martina Müller (VfL Wolfsburg/30/89/30): Fast nie in der Startelf, aber der „Torjoker” schlechthin. Erfahren, laufstark und eiskalt im Abschluss. War schon bei den WM-Erfolgen 2003 und 2007 dabei.

Dzsenifer Marozsan (1. FFC Frankfurt/18/2/0): U 20-Weltmeisterin, hochtalentiert, technisch stark. Der Jüngsten im Team gehört die Zukunft auf der Prinz-Position als stürmende Spielmacherin.