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Mönchengladbach/Bitburg: „Derby” muss keiner erklären

Mönchengladbach/Bitburg : „Derby” muss keiner erklären

Zum Glück ist der Begriff Derby international.

Drei Spieler mit deutschem Pass standen bei Mönchengladbach gegen Duisburg in der Startelf. Am Samstag wird es einer weniger werden, weil Kasey Keller Ersatztorhüter Darius Kampa wieder verdrängen wird. Borussen-Trainer Horst Köppel kam dennoch ohne Aufklärungsunterricht für die „Zugereisten” aus. „Die Jungs merken doch, was los ist.”

Zwei potenzielle „Anfänger” müssen auf den ersten Kontakt mit den Kölnern verzichten: Thomas Broich fällt mit einem Bluterguss im Knöchel aus, Kaspar Bögelund hat erneut Probleme mit der Achillessehne. Chance für Jeff Strasser, der in die Innenverteidigung rücken wird. Thomas Helveg übernimmt dann die Position auf der rechten Abwehrseite.

Jung-Nationalspieler Marcell Jansen ist Derby-Routinier. Schließlich ist der einzige gebürtige Gladbacher im Kader mit diesem Nachbarschaftstreffen groß geworden. Ablenken lässt sich der 19-Jährige auch nicht von den Meldungen, Real Madrid sei an ihm interessiert. „Ich bin jung, spiele bei meinem Lieblingsklub in der Ersten Liga - alles andere interessiert mich nicht.”

Sein Vertrag läuft bis 2008 - „ohne Option”, sagt Manager Peter Pander. Borussia aber sei von sich aus an den Linksfuß herangetreten, um mit ihm über eine Verbesserung der Bezüge zu verhandeln. „Das ist vor dem Länderspiel und auch letzte Woche geschehen. Nach dem Wochenende reden wir weiter.” Der Sportdirektor weiß, dass Meldungen über interessierte Vereine zum Poker-Geschäft gehören.

Auch wenn Jansen betont, sein Berater Gerd vom Bruch habe das Real-Interesse nicht lanciert. Pander dementiert nicht, rückt aber zurecht: „Man muss natürlich wissen, dass es dabei um die B-Elf geht. Und ein Spieler müsste damit rechnen, gegebenenfalls an einen der fünf Klubs ausgeliehen zu werden, mit denen Madrid zusammenarbeitet.”

Wesentlich konkreter ist das Interesse von Bayern München an Lukas Podolski. Doch „Poldi” steht zum 1. FC Köln. Trainer Uwe Rapolder führte mit dem 20-Jährigen ein intensives Gespräch. Die Essenz daraus beurteilte der Coach als uneingeschränkt positiv. Überhaupt ist die Stimmung gut. „Jetzt brauchen wir nur noch die drei Punkte am Samstag gegen Mönchengladbach”, blickt der Trainer nach vorne.

Einen Rückschlag gab es dennoch. Am Donnerstag verletzte sich Markus Feulner. Der Mittelfeldspieler zog sich eine Bauchmuskelzerrung zu und fällt wahrscheinlich aus. Der Trost für Rapolder: Für jede offensive Position hat er Alternativen. Und Alpay ist wieder fit. Mittwoch musste der erkrankte Verteidiger das Training ausfallen lassen, Donnerstag war der türkische Internationale wieder am Ball.