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Köln: Der Auftritt im „Wildpark” als Chance

Köln : Der Auftritt im „Wildpark” als Chance

Alles in allem ist es in diesen Tagen wirklich nicht leicht, Fan des 1. FC Köln zu sein. Nachdem man schnell erkennen musste, dass selbst ein Startrainer aus einer verkorksten Hinrunde keine Aufstiegssaison mehr zaubern konnte, musste man sich zuletzt gar bei Kellerkindern veralbern lassen.

Und durfte sich am letzten Wochenende glücklich schätzen, wenigstens ein Pünktchen gegen die „Übermannschaft” aus Paderborn ergattert zu haben. Dazu kamen jüngst erhebliche Personalsorgen, denn zwischenzeitlich meldeten sich gleich sieben Kicker „nicht dienstfähig”.

Diese Malaise macht natürlich auch Christoph Daum nachdenklich. „Das ist keine befriedigende Situation. Solch eine Anhäufung von verletzten Spielern hat es beim 1. FC Köln wahrscheinlich in den letzten 20 Jahren nicht gegeben”, grämt sich der FC-Coach und grübelt zeitig über die Einkaufspolitik in der Winterpause: „Was Belastungs- und Verletzungsanfälligkeit der neuen Spieler angeht, haben wir voll daneben gelegen.” Verblüffend offene Worte des Trainers, der zwar darauf verweist, „sich auf Beobachtungen und Einschätzungen” von Medizinern verlassen zu haben, und doch sagt: „Ich muss den Kopf dafür hinhalten.”

Am Montagabend, beim Spitzenreiter Karlsruher SC (20.15 Uhr/DSF), muss Daum neben dem Langzeitpatienten Matthias Scherz freilich nur auf die angeschlagenen Serhat und Tiago verzichten. Aber nicht nur deshalb betrachtet der FC-Sportlehrer den Auftritt im „Wildpark” als echte Chance für sein Team: „Vielleicht gelingt es uns ja, uns in so einem Spiel zu einer Mannschaft zu entwickeln. Weder im Training noch in Besprechungen werden Mannschaften geboren, sondern in Big-Point-Spielen. Und in Karlsruhe das ist ein absolutes Big-Point-Spiel.”

Da klingt Optimismus durch. Überhaupt gibt sich Daum mutig: „Wenn die Jungs nur 50 Prozent von dem, was sie im Training zeigen, im Spiel umsetzen, wird sich ein ganz anderes Team präsentieren.”

Völler bekräftigt Interesse an Helmes

Leverkusen hat seine Absicht bekräftigt, Patrick Helmes vom 1. FC Köln schon diesen Sommer zu verpflichten. „Wir sind bereit, Ablöse zu zahlen”, sagte Sportdirektor Rudi Völler. Geschäftsführer Holzhäuser würde sich diese Woche mit FC-Manager Meier treffen, um über eine Lösung zu sprechen, so Völler.