1. Sport
  2. Fußball
  3. Bundesliga

Köln: Dem „Spaß-Verein” die Lust am Spielen nehmen

Köln : Dem „Spaß-Verein” die Lust am Spielen nehmen

Eine ruhige Woche liegt hinter den Verantwortlichen des 1. FC Köln. Doch wenn Trainer Zvonimir Soldo vom Sonntag spricht, blickt er entschlossen drein. „Wir versuchen, den starken Mannschaften Probleme zu bereiten”, sagt der Trainer des 1. FC Köln vor dem Spiel beim Hamburger SV.

„Uns haben alle schon abgeschrieben, aber wir sind gut drauf.” Soldo lässt sich die Entwicklung seiner Mannschaft nicht kaputt reden. Der Kroate braucht zwar auch Ergebnisse, aber die große Linie ist ihm wichtiger. Und die verfolgt er konsequent, weil er überzeugt ist, dass sich die Erfolgserlebnisse einstellen werden, wenn das Team in Ruhe weiterarbeiten kann. Nicht zuletzt deshalb gibt sich Soldo vor der Reise an die Elbe kämpferisch. „Hamburg ist im Moment gut drauf, aber wir sind vorbereitet auf das Spiel.”

Erstmals kann der 41-Jährige zum zweiten Mal in Folge mit der gleichen Formation beginnen. Mit seiner ersten Elf. Fabrice Ehret und Lukas Podolski, die Anfang der Woche mit dem Training aussetzen mussten, stehen zur Verfügung. Zwei Personalien, die sich als äußerst wichtig erweisen könnten. Schließlich wird der FC in der Hansestadt nicht dazu genötigt werden, das Spiel zu machen. Deshalb wollen die schnellen Kölner dem HSV - bei den Fans mittlerweile ein Synonym für Hamburger Spaß-Verein - die Lust am Spiel mit Kontern vermiesen. „Wir haben im Training einige Optionen ausprobiert”, kündigt Soldo taktische Überraschungen an.

Ungewiss ist indes, ob der FC bis zum Ende dieser Transferperiode noch weiteres Personal rekrutieren wird. Die Hoffnung, Florian Kringe von Borussia Dortmund doch noch ausleihen zu können, hat man in Köln noch nicht ganz begraben. „Man verkündet dann Realitäten, wenn es Realitäen sind”, ließ sich Manager Michael Meier auch am Freitag nicht in die Karten schauen. Überraschend wäre jedenfalls nicht, wenn Köln den Vollzug am Montag verkünden würde.

Voraussichtliche Aufstellung: Mondragón - Brecko, Geromel, Mohamad, Womé - Freis, Petit, Maniche, Ehret - Novakovic, Podolski