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Mönchengladbach: Daum schweigt, auch wenn es schwer fällt

Mönchengladbach : Daum schweigt, auch wenn es schwer fällt

Christoph Daum gab sich zurückhaltend. Das fällt dem Mann immer schwer. Doch nach dem 2:2 im Zweitliga-Derby seines 1. FC Köln bei Borussia Mönchengladbach sah man dem 53-Jährigen die Qualen geradezu an.

Jener Abend, der für den Trainer des selbsternannten Top-Aufstiegsfavoriten den Durchbruch bringen sollte, hatte noch mehr Fragen aufgeworfen, die alte Mängelliste aktualisiert. Daum war nach der Vorstellung im Borussia-Park restlos bedient.

Es ist der Unterschied zwischen Eigenanspruch und Realität, mit dem der FC weiterhin zu kämpfen hat. Um ein Spiel aber gestalten zu können, braucht eine Mannschaft mehr als nur defensive Qualitäten im Mittelfeld. Und die kreativen Kräfte fehlen oder spielen in des Trainers Überlegungen nur die zweite Geige (Thomas Broich). Deshalb wartet man in Köln sehnlichst auf die Rückkehr von Nemanja Vucicevic. Der soll es richten, wenn er wieder fit ist.

Solange muss Daum mit den Unzulänglichkeiten seiner Offensivabteilung leben. Und eine andere Baustelle wird er frühestens in der Winterpause schließen können: Beide Außenbahnen genügen gehobenen Zweitliga-Ansprüchen nicht.

Zumindest aber in einer Hinsicht hat das Derby den FC weitergebracht. Mannschaftlich sind die Kölner in dieser Saison noch nicht geschlossener aufgetreten. Vielleicht war es ja das, was Matthias Scherz zu einer positiven Einschätzung nötigte: „Wir sind wieder einen Schritt weiter.” Das sah Daum anders: „Wir sind wieder in der Warteschleife.”