1. Sport
  2. Fußball
  3. Bundesliga

Frankfurt/Main: Daum ist bereit, für den FC Prügel einzustecken

Frankfurt/Main : Daum ist bereit, für den FC Prügel einzustecken

Denn leiden musste Daum auch Sonntagnachmittag im Frankfurter Stadion zum wiederholten Mal an der Seitenlinie und mitansehen, wie seine Mannschaft wieder einmal viele Tugenden vermissen ließ und sich haarsträubende Fehler erlaubte.

„Dagegen gibt es keine Medizin”, klang der Fußballlehrer ratlos und kritisierte: „Ich bin überrascht, wie wenig von der Mannschaft selber kommt.”

Dabei hatte es vielversprechend angefangen, denn nach 20 Minuten führten die „Geißböcke” durch Treffer von Youssef Mohamad (14.) und Milivoje Novakovic bereits leicht und locker mit 2:0 und hatten den nervös und ängstlich agierenden Aufsteiger völlig im Griff. Doch dann unterlief Tobias Nickenig ein schwerer Patzer, quasi aus dem Nichts erzielte ein gewisser Ronny König den Anschlusstreffer (29.).

Eigentlich verschmerzbar, doch was in den folgenden Minuten passierte, muss nicht nur die Experten an den Qualitäten der Spieler zweifeln lassen, die für einen Aufstieg Voraussetzung sind. Denn dieser Ronny König traf innerhalb kürzester Zeit zwei weitere Male (33./36.) ins Netz und durfte sich für seinen Hattrick feiern lassen. Tore, denen eine Kette von Fehlern der Kölner Hintermannschaft vorausgegangen waren, so dass König mehr oder weniger zu seinem Glück gezwungen wurde, während Nickenig als „Höchststrafe” noch unmittelbar vor der Pause ausgewechselt wurde.

Zwar konnte Novakovic, der einzige stark aufspielende Kölner, nach der Pause zum 3:3 ausgleichen (62.), doch nur fünf Minuten später klingelte es wieder im Kasten des bemitleidenswerten FC-Torhüters Thomas Kessler. Auch bei diesem Siegtreffer der Wehener übertrafen sich die FC-Kicker gegenseitig mit ihren Unzulänglichkeiten und stürzten den Klub damit in eine neuerliche Krise. Eine Krise, die Christoph Daum nach seinen Aussagen von gestern meistern will, auch wenn ihn seine Spieler zum wiederholten Mal vor den Kopf gestoßen haben.

Wie es nun in Köln weitergeht, darüber will der Trainer in den nächsten Tagen mit den Verantwortlichen reden. Denn wie bemerkte Daum zum Abschluss seiner Rede: „Hinfallen ist keine Schande, sondern liegenbleiben. Man muss wieder aufstehen.”