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Köln: Daum: „Erste Spieler haben schon Probleme”

Köln : Daum: „Erste Spieler haben schon Probleme”

In Erklärungsnotstand gerät Christoph Daum nicht. „Ich stelle ein Wechselspiel von Psyche und Fehlverhalten fest”, beschreibt der Trainer des 1. FC Köln das Dilemma, in dem sein Zweitligakader steckt.

Mit anderen Worten: Vor dem Spiel am Sonntag bei den Offenbacher Kickers fehlt es den FC-Profis an Selbstvertrauen, was zu schlimmen individuellen Patzern führt. Das ist nichts Neues und zieht sich mittlerweile seit rund 17 Monaten wie ein roter Faden durch die jüngere Klubgeschichte.

Doch jetzt - unter dem Wunschtrainer und selbsternannten Guru Christoph Daum - gesellt sich aktuell eine weitere Schwierigkeit hinzu. Das etwas andere Übungsprogramm unter dem Nachfolger von Hanspeter Latour fordert erste Opfer. „Die Spieler ziehen voll mit”, sagt Daum. „Es ist für sie aber eine Umstellung. Die ersten haben schon Probleme.”

Weil: „Wir machen auch im Training alles in Höchsttempo. Es geht um die Handlungsschnelligkeit. Wir kommen heute ohne den mitdenkenden, vorausschauenden Spieler im Spitzenbereich nicht aus.” Und das überfordert offensichtlich den einen und anderen seines Kaders. „Ich stelle höhere Ansprüche an die Spieler, als sie das jemals zuvor in ihrem Trainingsleben gehabt haben.”

Wobei er in Offenbach durchaus auch „überforderte” Profis aufbieten muss. Denn der Kader weist ganze 16 gesunde Akteure auf. Thomas Broich, Alpay und Ricardo Cabanas sind gesperrt, Lukas Sinkiewicz, Patrick Helmes und Patrick Weiser noch in der Reha. Zudem ist der Einsatz von Milivoje Novakovic fraglich, der sich im Training eine Adduktorenzerrung zugezogen hat.

Dennoch schraubt Daum seine Zielvorgabe nicht herunter. „Jeder kennt die Tabellensituation”, sagt er. Köln will die drei Punkte unter allen Umständen. Den Schlüssel dazu sieht er in einem verbesserten Zweikampfverhalten. „Ich habe solche personell bedrohlichen Situationen schon sehr oft erlebt. Die anderen sind dann noch enger zusammengerückt.” Deshalb wird er sich mit der 16-er Reisegruppe begnügen.