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Mönchengladbach: Das Problem mit der Führung

Mönchengladbach : Das Problem mit der Führung

Nun, würde Horst Köppel etwas anderes sagen, wäre er als Nothelfer fehl am Platz. „Ich bin sehr zufrieden, die Spieler ziehen blendend mit.”

Nach sechs Trainingseinheiten im Borussia-Park unter seiner Regie bricht der Coach am Samstag mit den 18 zur Verfügung stehenden Spielern nach einem gemeinsamen Frühstück nach Nürnberg auf, wo am Nachmittag zusammen fern geschaut wird.

Denn nur gemeinsam ist man stark, und folglich wird nicht in verschiedenen Hotelzimmern sondern gemeinsam vor dem TV-Gerät gefiebert, ob die Konkurrenz aus Bochum (in München) und Rostock (in Hamburg) punktlos bleibt.

„Wenn ich einen Wunsch frei hätte, dann wären das Niederlagen für diese beiden Teams”, sagt Köppel, 56, der sich noch nicht entschieden hat, ob er am Sonntag beim 1. FC Nürnberg im Mittelfeld mit einer Raute oder zwei defensiven Spielern agieren lässt.

Klar ist nur, dass neben den länger verletzten Spielern der gesperrte Böhme fehlen und Marek Heinz nach seiner Erkältung zunächst auf der Bank sitzen wird: „Die Kraft wird nicht reichen.”

Die physische Kraft aller dürfte das geringste Problem sein, eher schon die Psyche. Oder: Die Angst, eine Führung verteidigen zu müssen. Horst Köppel, ein Anhänger des Mottos „Angriff ist die beste Verteidigung”, fordert: „Da dürfen wir nicht mehr so ängstlich agieren wie in den letzten Wochen.”