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Portimao: „Das mit Funkel hat sehr weh getan”

Portimao : „Das mit Funkel hat sehr weh getan”

Jos Luhukay ist Profi. „Als Co-Trainer musst du deine Rolle genau kennen”, formuliert der Assistent von Cheftrainer Marcel Koller die wichtigste Voraussetzung für seine Arbeit. Dabei ist es in der Branche alles andere als üblich, dass der zweite Mann bleibt, wenn der erste ausgewechselt wird.

Aber beim 1. FC Köln ist es Anfang November 2003 so gelaufen. Koller kam für den glücklosen Friedhelm Funkel, doch Jos Luhukay blieb im Amt.

Anders als in vielen anderen Fällen, war Luhukays Vertrag beim FC nicht an Funkels Arbeitsverhältnis gebunden.

„Friedhelm hatte mir geraten, unsere Verträge nicht miteinander zu koppeln, weil sich in diesem Geschäft in kurzer Zeit viel ändern kann”, erzählt der Limburger. „Aber die Zusammenarbeit war sehr gut. Es hat sehr weh getan, denn Funkel hat hier gute Arbeit geleistet.”

Der Mann aus Venlo spricht offen über seine Situation, doch er liebt eher die leisen Töne. Luhukay schiebt sich nicht in der Vordergrund. Der 40-Jährige konzentriert sich lieber auf seinen Job.

200 Spiele hat er als Profi bei Venlo VV, Schiedam VV und RKC Waalwijk absolviert, ehe er als Spielertrainer über die Grenze zum damaligen Oberligisten SV Straelen an den Niederrhein wechselte. Danach ging es zum KFC Uerdingen, ehe ihn Friedhelm Funkel im Sommer 2002 nach Köln holte.

Offene Optionen

Luhukay pendelt täglich zwischen seiner Heimatstadt Venlo und Köln. Die Zusammenarbeit mit Marcel Koller empfindet er bisher als gut.

„Entscheidend ist aber, dass wir in der Bundesliga bleiben”, weiß Luhukay, dass letztlich nur der Erfolg darüber entscheidet, wie ein Trainergespann taxiert wird. Spaß an der Arbeit hat der 40-Jährige aber, „eine wichtige Voraussetzung”.

Sein Vertrag beim 1. FC Köln läuft zum Saisonende aus. Jos Luhukay will sich noch sämtliche Optionen offen halten. „Ich muss erst mal abwarten, ob mir meine Rolle unter Koller auf längere Sicht gefällt.” Ob man Luhukay irgendwann einmal als Cheftrainer einer Profimannschaft erleben wird? Luhukay: „Mal sehen.”