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Köln: „Das ist der Lukas, wie wir ihn kennen”

Köln : „Das ist der Lukas, wie wir ihn kennen”

Uwe Rapolder ist ein feinfühliger Mensch; ein Mensch mit großem pädagogischen Gespür. Er lehrt nicht nur, er hört seinen Spielern auch zu. In der Abgeschiedenheit von Bitburg etwa hatte er sich anderthalb Stunden lang mit jenem jungen Mann unterhalten, der die Fußballnation zurzeit in Verzückung versetzt. Mit Lukas Podolski.

Es war viel mehr als eine rein vertrauensbildende Maßnahme. Denn das, was der geneigte Zuschauer von dem 20-jährigen Nationalspieler im DFB-Trikot zuletzt zu sehen bekam, zeigt dieser nun auch wieder im Leibchen des 1. FC Köln: Spielfreude - die reine Lust am Fußball.

Was Podolski in der ersten Halbzeit gegen die Köppel-Elf aus Mönchengladbach bot, die nach wenigen „stürmischen” Anfangsminuten bis zur Pause nichts mehr und anschließend wenig zeigte, nahm FC-Chef Wolfgang Overath erfreut zu Kenntnis: „Das ist der Lukas, wie wir ihn kennen; eine Freude, ihm zuzuschauen.”

Nun war auch an diesem Samstag beim 2:1 gegen Mönchengladbach natürlich nicht nur ein Lukas P. auf dem Platz. Da präsentierte sich nach den Tagen von Bitburg, wo Uwe Rapolder aufgrund von Verletzungen oder Erkrankungen zuweilen gerade einmal elf oder zwölf Spieler zu den Trainingseinheiten begrüßen konnte, in der ersten Halbzeit eine Mannschaft wie aus einem Guss. Die Zwangsumstellung - weg von der Viererkette und ohne die „Flügelzange” Markus Feulner (Bauchmuskelzerrung) und Albert Streit (Angina) - auf ein 3-5-2-System zahlte sich aus. Podolski wirkte wie verwandelt als „hängende Spitze” hinter Matthias Scherz.