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Köln: „Da müssen wir Zähne zeigen”

Köln : „Da müssen wir Zähne zeigen”

3:1 schlägt der 1. FC Köln vor den eigenen Fans den FC Bayern München und klettert auf Tabellenplatz 10. Wunschdenken, Realitätsverlust? Nein, Wirklichkeit, aber zehn Jahre her: Am 1. April 1995 schlug der FC letztmals die Bayern in einem Heimspiel.

Und heute? Weit entfernt von Himmelsstürmerei sind nach den Wochen der rot-weißen Wirbelstürme vor dem ausverkauften Topspiel am Samstag gegen die Bayern Aufräumen und Schadensbegrenzung angesagt.

Und ein distanziertes Verhältnis zu den Medien, die somit wohl Hauptschuld an der Tabellen-Talfahrt tragen: „Ich habe keine Lust, die Spielwiese für tiefenpsychologische Deutungen zu sein, aber da müssen wir durch, da müssen wir Zähne zeigen”, formuliert FC-Trainer Uwe Rapolder die neue Distanziertheit gewohnt bissig.

So gibt es nicht den kleinsten Hinweis zu Aufstellung und Taktik, und der „Kicker”-Artikel, wonach der FC mit der Dreierkette (Alpay, Schlicke, Sinkiewicz) und hängender Spitze Podolski spielen wird, fällt schon fast unter Landesverrat. Ein 3-5-2-System, also auf Podolski-Deutsch, ein „anderer Drecksch...” als Rapolders Lieblings-4-4-2 scheint wahrscheinlich.

Als Vorbild dient Aue - Pokalgegner der Bayern: aggressiv in die Zweikämpfe, um jeden Meter fighten. „Mit spielerischen Mitteln ist denen nicht beizukommen”, hofft Rapolder auf kräftige Unterstützung der Fans.