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Aachen: Co-Trainer Hartmann: „Ich hätte auch als Spieler gut hierher gepasst”

Aachen : Co-Trainer Hartmann: „Ich hätte auch als Spieler gut hierher gepasst”

Wohin es eines Tages gehen sollte, „das war klar, als ich im Winter zusammen mit Stefan Emmerling den Fußballlehrer gemacht habe”. Nun wurde Jürgen Hartmann dann doch überrascht von der Perspektive, ins Profi-Trainer-Geschäft aufzusteigen.

Am Samstag erster Anruf von Alemannias neuem Chefcoach Guido Buchwald, am Montag erstes Treffen in Aachen, am Dienstag Abschluss eines Zweijahresvertrages.

„Jürgen ist der ideale Partner”, sagt Buchwald über seinen neuen Assistenten, der nach dem erfolglosen Versuch, Gert Engels von den Urawa Red Diamonds loszueisen, „keineswegs die zweite Wahl” sei. „Wir kennen uns seit Jahrzehnten, haben die gleiche Philosophie vom Fußball. Das ist die beste Voraussetzung für eine erfolgreiche Saison.”

Hartmann musste nicht lange überlegen, um seinem „Spezi” aus Stuttgarter Zeiten zu folgen. „Wir hatten immer einen guten Draht zueinander”, sagt der 44-Jährige. Für den VfB und den Hamburger SV (jeweils sechs Jahre) bestritt Hartmann 363 Bundesliga-Spiele (17 Tore), er war im Uefa-Cup-Finale 1989 gegen Neapel der „Wachhund” von Diego Maradona und zwei Jahre lang HSV-Kapitän.

Seine aktive Laufbahn ließ er 1997/98 beim FC Basel ausklingen, „eine wichtige Auslands-Erfahrung”. Hartmann trainierte die U18 und U19 des Schweizer Klubs und in den letzten beiden Jahren den FV Offenburg, mit dem er den Aufstieg in die Oberliga nur knapp verpasste. „Dass ich die Möglichkeit wahrnehmen konnte, zu einem Klub nach oben zu wechseln, war geregelt.”

Ob Alemannia der „ideale Einstieg” ist, „das wird die Zukunft zeigen”. Als Spieler gab Jürgen Hartmann den „typischen Sechser” (Buchwald). „Ich denke, ich hätte auch als Aktiver gut hierher gepasst.” Der Nachfolger von Erik Meijer und sein Chef stürzten sich bereits am Dienstag in die Details der Zusammenarbeit, „wir besprechen, wie die Aufgaben verteilt werden”. Als Hütchen-Aufsteller hat Jürgen Hartmann jedenfalls nicht am Tivoli angeheuert.