Bramberg/Österreich: Borussia geizt mit Toren

Bramberg/Österreich: Borussia geizt mit Toren

Große Menschenmassen wälzten sich nicht gerade Richtung Sportzentrum Bramberg. Das Spiel von Borussia Mönchengladbach war als Ersatz für den ausgefallenen Test gegen Greuther Fürth kurzfristig angesetzt worden.

Und das Örtchen ohne Navi nicht ganz einfach zu finden: Erst im letzten Meter-Moment taucht der Name Bramberg auf. Immerhin aber stimmte die grobe Klassifizierung: Der FC Dundee ist wie Fürth Zweitligist - allerdings in Schottland.

Für Borussia dennoch wichtig: Trainer Michael Frontzeck befindet sich durch den verletzungsbedingten Ausfall von Filip Daems und die Sperre für Marcel Meeuwis noch stets im im Probier-Stadium. Gegen Dundee durfte sich deshalb hinten Links statt wie zuvor gegen Panathinaikos Athen Jean-Sebastien Jaures Christian Dorda versuchen. Auch Tony Jantschke, gegen Athen vor der Abwehr im Einsatz, bekam eine Pause - und seine Position wurde gleich mit aufgelöst.

Frontzeck versuchte es gegen Dundee mit einem Doppel-Sechser, Torben Marx und Michael Bradley sollten dem vorgelagerten Offensiv-Quartett mit Arango, Bobadilla und Colautti als Doppelspitze und Reus die Rückendeckung geben.

In der Abwehr ersetzte Thomas Kleine innen Roel Brouwers, im Tor stand statt Christofer Heimeroth Nachwuchskeeper Frederic Löhe. Trotz optischer Überlegenheit tat sich Gladbach unerwartet schwer. Die Offensivreihe stand zu oft auf einer Linie, Dundee hatte wenig Mühe, die Schotten dicht zu machen. „Fußball” schrie Tobias Levels nach 15 Minuten verzweifelt. Immerhin jagte Bobadilla einen Freistoß aus 17 Metern an die Latte (16.).

Auf der anderen Seite gabs aber auch einen Alu-Treffer: Gary Harkins traf alleine vor Torwart Löhe nur den Pfosten (26.). Zu selten fand Borussia die Lücke in Dundees dichtem Abwehrgeflecht, der Ausweg, den Torben Marx entdeckte: Distanzschuss. Der Ex-Bielefelder traf aus 22 Metern in den Winkel zum 1:0 (32.).

Zur Pause wechselte Frontzeck gleich sieben Spieler aus (inklusive Torwart). Einer war zumindest mittelbar am 2:0 beteiligt: Pat Clarke lenkte einen Schuss von Moses Lamidi ins eigene Netz (57.). Das Spiel wurde nicht grundlegend besser. Lamidi setzte ein paar Akzente, Oliver Neuville hätte dessen Flanke fast im Sprung ins Tor gezaubert (87.). Das wars. Was blieb ist die Erkenntnis: Es gibt noch viel zu tun.

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