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Jülich: Boll & Co. lassen an der Rur Träume platzen

Jülich : Boll & Co. lassen an der Rur Träume platzen

Auch ohne Jörg Roßkopf war Vizemeister TTV Gönnern für die SIG Combibloc Jülich/Hoengen eine Nummer zu groß.

Mit 6:2 setzten sich die Hessen am Sonntag an der Rur durch und rissen die Gastgeber damit endgültig aus allen Träumen.

Den drei Auftaktsiegen folgten drei Niederlagen. jetzt muss Jülich/Hoengen den Blick nach unten richten. Denn die letzten Leistungen geben kaum Grund zum Optimismus.

Dagegen kann Jörg Roßkopf in aller Ruhe seine Probleme im linken Schlagarm auskurieren. Seine Kollegen kann er derzeit nur moralisch unterstützen. Doch der Doppel-Weltmeister von 1989 denkt noch nicht ans Ende seiner Karriere.

„Es ist schon möglich, dass ich dieses Jahr nicht mehr spielen kann”, sagt Jörg Roßkopf. „Aber ich will noch bis 2005 in der Bundesliga spielen. International ist Olympia 2004 in Athen mein Ziel.” Der 31-Jährige ist mittlerweile erfahren genug und wird nicht ungeduldig.

Auch wenn er sich seit einem knappen Jahr ununterbrochen mit Verletzungsproblemen herum plagt. „Ich kuriere die Sache jetzt aus und bin dann wieder da”, ist er überzeugt.

Dabei muss sich „Rossi” nicht um seinen Klub ängstigen. 9:1 Punkte nach fünf absolvierten Spielen sprechen da eine deutliche Sprache. In Jülich waren es Timo Boll und Danny Heister, die alle vier Partien im oberen Paarkreuz gewannen und legten den Grundstein zu dem auch in dieser Höhe verdienten Erfolg.

Dabei reichten Boll, aktuell die Nummer 3 der Weltrangliste, und Heister durchschnittliche Leistungen, da die SIG-Spitzenbretter seit Wochen ihrer Form hinterher laufen.

„Da fehlt es momentan ein wenig an Selbstvetrauen”, stellte Jülich/Hoengens Teamchef Christian Dreher schon während der Begegnung fest.

Aber Dreher kann den Abschwung der Mannschaft erklären: „Am Anfang der Saison waren alle Spieler gesund, inzwischen haben wir aber einige Problemchen. Wenn alle wieder fit sind, werden wir auch wieder erfolgreich sein.”

Diese Wende zum Besseren muss aber schnell eingeleitet werden, soll der Absturz in die Abstiegszone in der Hinrunde abgewendet werden. Denn noch stehen drei Spiele in der ersten Serie, doch die haben es in sich.

Beim amtierenden Meister und Spitzenreiter Grenzau, gegen Frickenhausen und Offenburg. In diesen Begegnungen muss zumindest ein Erfolg glücken, wenn es im Winter an der Rur nicht äußerst ungemütlich werden soll. Sportlich gesehen.