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Köln: „Bis zur Erschöpfung - und ein Stück darüber hinaus”

Köln : „Bis zur Erschöpfung - und ein Stück darüber hinaus”

Kurzer „Ausflug” vor dem Ausflug nach Augsburg: Im Endspurt um den Aufstieg zeigte Christoph Daum, der Trainer des 1. FC Köln, am Dienstag „Verständnis” für Ralf Rangnick.

Der Coach der TSG Hoffenheim hatte am Tag zuvor fürchterlich gewettert („Das war ein Attentat”) über jene Szene, als FC-Akteur Suazo seinen TSG-Berufskollegen Salihovic ziemlich „grenzwertig” per Kopfstoß gefoult hatte.

„Die Nerven liegen blank”, sagte Daum. „Ich habe allerdings kein Verständnis dafür, dass Ralf Rangnick versucht, dem FC zu schaden. Es war eine harte Aktion, die im Fußball vorkommen kann.” FC-Manager Michael Meier meinte gar, „es ist ein gutes Zeichen für uns, dass Rangnick die Nerven verloren hat”.

Die müssen die Kölner am Mittwoch in Augsburg zu 100 Prozent bewahren, denn schon ein Unentschieden könnte die Aufstiegsträume beerdigen. Denn auch bei einem Sieg am Sonntag zu Hause gegen Mainz könnte der FC am Ende leer ausgehen, auf Rang vier hängen bleiben.

Daums Vorgabe für die heutige Partie, in der wohl dieselbe Anfangsformationen wie beim 3:1 am Sonntag auflaufen wird, fasst der Trainer in drei Punkten zusammen: „Dass sich jeder an die taktischen Vorgaben hält, ist absolut wichtig. Niemand darf die gemeinsame Strategie verlassen.” Und: „Ich erwarte Einsatzbereitschaft bis zur Erschöpfung - und ein Stück darüber hinaus.” Schließlich: „Den Überblick behalten. Denn Selbstkontrolle ist Spielkontrolle.”

Zudem bescheinigte der Coach seinem halben Dutzend gelb-gefährdeten Spielern „eine astreine sportliche Leistung”, denn niemand hatte im teils giftigen Duell gegen Hoffenheim den Karton gesehen. Wodurch Mohamad, Matip, Özat, McKenna, Antar und seit Sonntag auch Suazo heute vor dem selben Problem stehen.

„Augsburg wird ein Spiel der Kategorie Aue oder Paderborn”, stuft Thomas Broich die Partie ein. „Da müssen wir ähnlich zur Sache gegen wie Sonntag, sonst wird es ganz schwer gegen diese defensiv kompakt stehende Mannschaft.”