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Mönchengladbach: Bewerbung „auf den letzten Drücker” für Fußball-WM 2011

Mönchengladbach : Bewerbung „auf den letzten Drücker” für Fußball-WM 2011

Die Stadt Mönchengladbach hat vor wenigen Tagen mit Fristablauf mit der Abgabe des unterschriebenen Vertragswerkes ihre Bewerbung als Spielort der Frauen-Fußball-WM 2011 bekräftigt.

Sozusagen bis zur letzten Minute haben die Stadt und ihr Partner Borussia Mönchengladbach an den umfangreichen Unterlagen gearbeitet. Sie haben die sich aus dem komplexen Vertragswerk ergebenden Pflichten analysiert, Kosten ermittelt und Absprachen mit dem DFB getroffen.

„Damit ist ein weiterer Meilenstein auf dem Weg zur Frauen Fußball WM 2011 in Mönchengladbach mit Begegnungen im weltmeisterschaftstauglichen Borussia-Park erreicht”, betont der Vorsitzende des Sportausschusses, Frank Boss, der gemeinsam mit Oberbürgermeister Norbert Bude eine Dringlichkeitsentscheidung unterzeichnet hat.

Mit der Dringlichkeitsentscheidung wurde die Verwaltung in die Lage versetzt, gegenüber dem Deutschen Fußballbund rechtsverbindlich zu erklären, dass die Stadt ihre Bewerbung als Spielort für die Frauen-Fußball-Weltmeisterschaft 2011 aufrecht erhält und die mit der Ausrichtung verbundenen Pflichten für die Gastgeberstadt erfüllen wird.

Im März 2006 hatte der Freizeit-, Sport- und Bäderausschuss auf Antrag der Fraktionen von CDU und FDP die Verwaltung einstimmig beauftragt, in Zusammenarbeit mit Borussia Mönchengladbach die Stadt beim Deutschen Fußballbund als Spielort anzumelden. Dies ist, nachdem die entsprechenden Rahmenbedingungen durch den DFB vorgegeben waren, mit Datum vom 27. April 2007 geschehen.

Nach der Vergabe der Frauen-WM an Deutschland hatte die ausrichtende FIFA die Bedingungen für die Spielorte vor einigen Wochen präzisiert. „Auf Grund der knappen Fristen und der großen Komplexität der Bewerbungsunterlagen hat die Verwaltung die finanziellen und rechtlichen Verpflichtungen, die die Stadt Mönchengladbach einzugehen hat, erst unmittelbar vor dem Ende der Ausschlussfrist abschließend analysieren und die ergänzenden Absprachen mit dem Stadionbetreiber und mit dem DFB treffen können. Deshalb war der Dringlichkeitsentscheid nötig, um die Bewerbung aufrechterhalten zu können”, erklärt Bude.

Nach den derzeitigen Kostenschätzungen geht die Stadt davon aus, dass ihr als Gastgeber der WM 2011 nicht durch Einnahmen gedeckte Kosten in Höhe von rund 375.000 Euro in den Jahren 2010 und 2011 entstehen werden. „Millionenbeträge, wie sie von anderen Bewerbern aufgebracht werden müssen, um ihre Stadien umzubauen, fallen für Mönchengladbach dank der hervorragenden und von den DFB-Experten beim Ortstermin im August gelobten Voraussetzungen im Borussia-Park nicht an”, sagt Bude.

Mit Spannung erwartet Mönchengladbach jetzt den 30. September. Dann soll in Berlin bekanntgegeben werden, in wie vielen Städten und in welchen Spielorten die Frauen-WM vom 26.Juni bis 17. Juli 2011 stattfinden wird. Noch sind elf Städte im Rennen. „Wir haben gemeinsam mit der Borussia alles getan, um den Verantwortlichen ein gutes Bild von Mönchengladbach als Spielort und Gastgeber abzugeben”, sind sich Bude und Boss einig.

Der weitere Fahrplan bis zur Bekanntgabe sieht vor, dass der DFB in der Woche eine interne Vorauswahl auf Arbeitsebene mit der FIFA diskutiert wird. Am 29. September kommt das DFB-Präsidium zu einer Sondersitzung zur Auswahl der Ausrichterstädte zusammen, ehe am folgenden Vormittag nach Abstimmung mit dem Weltverband entschieden wird, in welchen Spielorten die Endrunde der Frauen-WM ausgetragen wird.

Am Mittag des 30. September sollen in Berlin die Austragungsorte exakt 1000 Tage vor dem WM-Anpfiff offiziell bekannt gegeben werden.