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Wegberg-Beeck: Beecker peilen weiterhin 20 Punkte an

Wegberg-Beeck : Beecker peilen weiterhin 20 Punkte an

Heute Abend endet für den FC Wegberg-Beeck die Hinrunde in der Fußball-Regionalliga. Das abgeschlagene Schlusslicht trifft ab 19.30 Uhr im Franz-Kremer-Stadion auf die „Zweite“ des 1. FC Köln und visiert die ersten Auswärtspunkte an.

Und Friedel Henßen ist trotz der Tabellensituation optimistisch, dass das auch klappen kann. „Für uns war es unglaublich wichtig, dass wir endlich zu Null gespielt haben“, erklärt der Teamchef. Gegen den SC Wiedenbrück konnte der Aufsteiger erstmals den Kasten sauber halten, wenngleich das torlose Remis im Endeffekt zu wenig gewesen ist.

Auswärts zu harmlos

Während die „Kleeblätter“ vor eigenen Zuschauern „mittlerweile konkurrenzfähig sind“, so Henßen, stockt der Motor in der Fremde noch gewaltig. 2:29 Gegentreffer und acht Niederlagen untermauern die schwache Auswärtsbilanz. Selbst der Teamchef hat bisher noch keine adäquate Lösung gefunden: „Nein, das kann ich nicht beantworten. In Dortmund habe ich den Jungs gesagt, sie sollen sich vorstellen, dass sie Zuhause spielen. So einfach ist das aber leider nicht.“

Dennoch blickt er mit einem guten Gefühl dem heutigen Spiel entgegen: „Als ich das bislang letzte Mal in diesem Stadion gespielt habe, gab es einen Sieg.“ Anders als die meisten Teams in dieser Liga ist Köln II keine Unbekannte für die Beecker. Bereits im Sommer testeten die beiden Vereine gegeneinander — die Bundesliga-Reserve gewann damals knapp mit 3:2. Besonders auf die flinke Vorderreihe um den Profi Maurice Exslager muss geachtet werden, warnt Henßen: „Wenn wir denen Räume gewähren, wird es gefährlich.“

Die Konzentration des 44-Jährigen richtet sich aber auf seinen FCW. Nach einem äußerst mauen Start in das Abenteuer Regionalliga rappelte sich der Neuling nach und nach auf. Ein Lernprozess hat beim nahezu kompletten Kader stattgefunden. „Wir wussten, dass es schwer wird“, räumt Henßen ein, „aber mit so wenigen Punkten haben wir natürlich gerechnet.“ Die 20 Zähler, die Vereinspräsident Günter Stroinski mal angepeilt hatte, werden noch als realistisch und erreichbar eingestuft.

Mehr Aggressivität

Diese Marke bleibt allerdings ein blasser Traum, wenn auswärts nicht langsam Zählbares mitgenommen wird. Gegen die Domstädter muss Beeck eng beim Gegner sein, damit keine Räume entstehen. Beim 0:6 in Dortmund ähnelte die Defensivreihe eher einem Schweizer Käse als einem ernstzunehmenden Bollwerk. Einer der Gründe dafür war die fehlende Aggressivität in den Zweikämpfen.

Mit Fabio Ribeiro kehrt diese allerdings zurück. Über fünf Wochen verhinderte eine hartnäckige Wadenzerrung den Einsatz des Allrounders, aber jetzt ist er wieder fit und sammelte am Sonntag 90 Minuten Spielpraxis in der Zweiten. Aber für wen wird er spielen? Ob Stefan Thelen, Marko Karamarko oder Sebastian Wilms — alle machten in dieser Zeit einen anständigen Job.

„Wir wollen die 20 Zähler, deshalb fangen wir in Köln am besten mit dem Auswärts-Punkten an.“ Henßen ist zuversichtlich und weiß, dass seine Mannschaft im Kollektiv überzeugen muss — mit oder ohne Ribeiro.