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Köln: Bayern-Torhüter Wessels wechselt zum 1. FC Köln

Köln : Bayern-Torhüter Wessels wechselt zum 1. FC Köln

Auch überragende 90 Minuten verändern die Hierarchie beim 1. FC Köln nicht. Der Galaauftritt des Giovanni Federico beim 3:0 (1:0) des Zweitliga-Tabellenführers gegen den Karlsruher SC bleibt möglicherweise der vorerst einzige des Deutsch-Italieners.

FC-Trainer Friedhelm Funkel legte sich klar fest: „Nächsten Freitag in Duisburg spielt natürlich Dirk Lottner wieder.” Der Kapitän war gegen den KSC gelbgesperrt, und Federico interpretierte dessen Rolle sehr kreativ und effektiv.

„Ich wollte mich anbieten und denke, dass mir ein kleiner Schritt gelungen ist”, blieb der 22-Jährige nach einer wahren Lob-Orgie bescheiden. Und zeigte seinem Trainer möglicherweise einen Weg auf, der wegführt von der Alternative Lottner oder Federico.

„Ich bin mehr als nur ein Lottner-Ersatz. Ich habe oft bei den Amateuren in der Schlussphase in der Spitze gespielt und dem Trainer das Vertrauen mit Toren zurückgezahlt.”

Federicos Vertrag läuft am Saisonende aus. Der FC hat ihm zwar schon ein Angebot für weitere zwölf Monate gemacht, aber das Talent zögert noch: „Ich möchte in Köln bleiben. Es geht auch nicht um Geld, sondern nur um Spielpraxis.”

Ob er die allerdings in Köln sammeln kann, ist fraglich. Trainer Funkel: „Sein Problem ist, dass er und Dirk fast identische Typen sind und auf die gleiche Position drängeln. Und auf den anderen Positionen sind wir ebenfalls gut besetzt. Giovanni muss sich gedulden.”

Ob er das tun wird, ist zweifelhaft. Angebote von drei anderen Zweitligisten liegen Federico bereits vor.

Einen Erfolg auf dem Transfermarkt haben die Kölner aber am Wochenende perfekt gemacht. Der FC hat Torhüter Stefan Wessels als Nachfolger von Markus Pröll verpflichtet.

Der Reserve-Torhüter von Bayern München erhält bei den „Geißböcken” einen Vertrag bis zum 30. Juni 2005. „Ich freue mich auf diese Herausforderung und bin mir sicher, dass ich meinen Job bei einem Erstligisten beginnen werde”, betonte der 23-Jährige, der unter anderem schon dreimal in der Champions League das Bayern-Tor hütete.

Der derzeitige Stammtorhüter Alex Bade sieht die neue Situation pragmatisch: „In der Saisonvorbereitung beginnt alles bei Null. Da hat jeder die gleiche Chance, sich zu empfehlen.”