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Aachen: Aus dem Guten soll Perfektes werden

Aachen : Aus dem Guten soll Perfektes werden

„Vieles war gut, aber halt noch nicht perfekt.” Die Kurz-Analyse von Aachens Trainer Dieter Hecking triffts. Immerhin sicherte Neuzugang Reiner Plaßhenrich mit seinem Treffer noch das Unentschieden gegen Frankfurt.

„Eine Pleite zum Start nach diesem Spiel hätte uns sicher traurig gestimmt”, vermutet Hecking.

So durfte sich der Torschütze Plaßhenrich über seine Glanztat zwei Minuten vor Ende der guten Zweitliga-Partie freuen.

„Ich hatte mir den Ball erkämpft und zu Erik gespielt, der brachte dann Flo ins Spiel”, schildert der fleißige Mittelfeldmann sein erstes Tor für Aachen: „Flo war dann froh, dass ich durchgestartet bin und er abspielen konnte.”

Mit Erik ist Meijer gemeint, und Flo ist die Abkürzung für Florian Bruns. „Als ich dann vor Frankfurts Kasten stand, hatte ich zum Glück nicht so viel Zeit zum Nachdenken”, gesteht der Punktretter.

Bei den vorherigen 58 Zweitliga-Einsätzen für seinen Ex-Klub VfB Lübeck traf der 27-Jährige nur dreimal ins gegnerische Netz, von Torjäger-Qualitäten konnte da wirklich kaum die Rede sein.

Obs diesmal am neuen Tivoli-Grün lag? „Der Rasen war wirklich super”, schwärmt Plaßhenrich: „Für mich war es eine gelungene Premiere, besser kann es kaum laufen.”

Das I-Tüpfelchen wäre sicher am Ende ein Dreierpack gewesen, den der frühere Kölner Moses Sichone ja vorausgesagt hatte. „Ein Tor fehlte zum Glück”, hat der überragende Defensivspieler das 1:1 abgehakt und hofft auf seinen Einsatz in Ahlen.

Wegen einer Oberschenkelprellung musste der sambische Nationalspieler zehn Minuten vor Abpfiff ausgewechselt werden. „Bis Sonntag bin ich aber wieder fit”, gibt der 27-Jährige Entwarnung. Trainer Hecking wird jedenfalls kein Risiko eingehen: „Wenn er nicht spielen kann, erhält Thomas Stehle eine Chance.”

Auch Dennis Brinkmann darf sich Hoffnungen auf einen Einsatz machen. „Es wird immer wieder Änderungen geben. Die Startelf vom ersten Spieltag ist sicher nicht die gleiche wie am zehnten”, sagt Hecking: „Dennis sehe ich als Stammspieler. Vielleicht ist er ja schon in Ahlen dabei.”

Dort sollten laut Hecking dann die Standardsituationen verbessert, der Rhythmus ökonomischer eingeteilt und der Torabschluss konsequenter gesucht werden. Damit aus dem Guten was Perfektes wird.