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Frankfurt: Auch Funkels zweite Reihe ist erste Wahl

Frankfurt : Auch Funkels zweite Reihe ist erste Wahl

Friedhelm Funkel war die Genugtuung anzusehen. Hatte der kölsche Boulevard die taktischen Fähigkeiten des FC-Trainers vor dem Spitzenspiel der 2. Liga bei Eintracht Frankfurt mit der Note 5 goutiert, so lieferte der 49-Jährige beim 1:1 im Waldstadion wieder einmal den Gegenbeweis.

Vier Stammspieler raus, vier von der Bank in die Startformation - und die „Geißböcke” lieferten eines ihrer besseren Saisonspiele.

Markus Dworrak, Sebastian Helbig, Francis Kioyo und Carsten Cullmann für den gesperrten Thomas Cichon. Der zweite Anzug saß.

Am Sonntagabend hatte sich Funkel für den personellen Schnitt entschieden. Nach den Leistungen der letzten Wochen verordnete er Markus Kurth und Alex Voigt eine Denkpause. Florian Kringe wollte der Trainer schonen.

„Er ist unser jüngster Spieler”, so Funkel. „Der braucht mal eine Pause.” Doch zur Pause musste Kringe für den ganz schwachen Happe ran. Und wurde gleich zum auffälligsten Akteur in Reihen des FC.

„Wir können uns nur selbst im Wege stehen”, kommentierte Funkel die komfortable Tabellensituation des Spitzenreiters. „Tritt die Mannschaft aber so arrogant auf wie in den letzten 20 Minuten gegen Aachen, als sie unkonzentriert und undiszipliniert einen 3:0-Vorsprung noch verspielte, dann müssen wir mal abwarten, ob es mit dem Aufstieg klappt.”

Doch ernsthafte Sorgen macht sich Friedhelm Funkel nicht um die mentale Verfassung der Kölner Profis: „Wenn wir so konzentriert und diszipliniert zu Werke gehen wie bei der Eintracht, dann ist es sehr schwer, gegen uns zu gewinnen.”

Da wirft es die Mannschaft auch nicht mehr um, wenn der Kapitän beim Strafstoß versagt. „Das kann mal passieren”, so Friedhelm Funkel. Vielleicht hat sich Dirk Lottner auch von seinem ehemaligen FC-Kollegen Jens Keller verunsichern lassen.

Bevor Lottner anlief, ging der Frankfurter Abwehrchef zu seinem Torhüter, und dann sprang Nikolov beim Elfmeter in die richtige Ecke. Nach dem Abpfiff schmunzelte Jens Keller über diese Situation: „Ich habe unserem Torhüter nur gesagt, dass ich wirklich nicht wüsste, in welche Ecke der Lottner schießen würde.”