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Berlin: Ante S. belastet Marks und Jansen stark

Berlin : Ante S. belastet Marks und Jansen stark

Mit neuen Details im Geständnis von Ante S. werden im Skandal um manipulierte Spiele im deutschen Fußball offenbar die Schiedsrichter Jürgen Jansen und Dominik Marks weiter belastet.

Wie das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel” und die „Bild”-Zeitung übereinstimmend berichten, soll der Kroate Ante S. in seinem Geständnis über die Übergabe von weiteren Schmiergeldern berichtet haben. So sollen an Bundesliga-Schiedsrichter Jansen - teilweise über den Dresdner Schiedsrichter-Betreuer Wieland Ziller - 45.000 Euro geflossen sein. Dafür hätte es mit Ziller Absprachen über die von Jansen geleiteten Spiele Dresden gegen Unterhaching und Kaiserslautern gegen Freiburg gegeben.

Die Kontaktaufnahme zu Jansen, der sich bereits auf einer Pressekonferenz gegen alle Vorwürfe gewehrt hatte, soll über den Dynamo-Spieler Torsten Bittermann sowie den Jansen-Freund Ziller gelaufen sein. In einem Dresdner Fischrestaurant sollen 35.000 Euro an Jansen sowie je 5000 Euro an Ziller und Bittermann übergeben worden sein. Später habe Ante S. 10.000 Euro an Jansen „nachgeschossen”.

Schiedsrichter Marks soll von Ante S. neben den 30.000 Euro für die Manipulation der Partie Karlsruhe gegen Duisburg noch 40.000 Euro für zu erwartende Anwaltskosten erhalten haben - und dies in der Nacht vor Marks Verhaftung. Ante S. habe allein durch eine Wette mit der Partie KSC - MSV beim staatlichen Wettanbieter Oddset 1.042.166,07 Euro verdient, schreibt der „Spiegel”.