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Aachen: Anouar Hadouir kommt zum Tivoli

Aachen : Anouar Hadouir kommt zum Tivoli

Die Bemühungen um Anouar Hadouir liefen schon seit Wochen. Der kleine Spielmacher (1,70 Meter) hat jahrelang vor der Haustüre bei Roda Kerkrade vorgespielt, wo Alemannias Fahnder Stammgäste sind.

Aachens Partie gegen Braunschweig am Sonntag war ein eindrucksvoller Beleg dafür, dass die Mannschaft eine große Portion Kreativität gut vertragen kann. Hadouir hat in Aachen für zwei Jahre unterschrieben. „Ich bin ein Spieler mit Ideen, mit einem guten Pass und guter Technik”, beschreibt er seine Fähigkeiten selbst.

Für Erik Meijer ist es der wohl spektakulärste Transfercoup. „Er hat das gewisse Extra”, sagte der Manager über seinen Landsmann, der in der letzten Saison in 29 Spielen für Roda Kerkrade sechs Treffer erzielte und elf weitere vorbereitete.

Der 28-Jährige, der im September Vater wird, hatte auch Angebote aus ersten Ligen, entschied sich aber für die Offerte aus Aachen. Bei Alemannia bekommt er die Nummer 10. „Die hatte ich aufgehoben”, grinste Meijer. So zeichnet sich eine schöne holländische Achse mit Waterman-Sibum-Hadouir ab.

Sibum und Hadouir haben bereits bei Roda zusammengespielt. Ergänzt wird die Achse um Kapitän Benny Auer, so dass Trainer Peter Hyballa nahezu alle Profis, die älter als 28 Jahre alt sind, im Zentrum platziert hat.

Der Neuzugang, nebenbei ein präziser Freistoßschütze, hat in den letzten Wochen in Marrakesch nur mit einem Personal-Coach gearbeitet. Ihm fehlt es an Fitness, die ab heute verbessert wird. „Ich brauche noch zwei, drei Wochen.”

Der Spielmacher gilt nicht als sonderlich pflegeleicht. „Er ist schwierig für den Gegner, aber auch für Trainer, die nicht mit ihm umgehen können”, sagt Peter Hyballa, der sich einen solchen Charakter gewünscht hatte. In den Worten von Erik Meijer klingt das so: „Das ist der Bengel unter unseren Schwiegersöhnen.”