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Aachen: Am Ende wars ein Schützenfest

Aachen : Am Ende wars ein Schützenfest

Noch lange nachdem die Schiedsrichter das Spiel abgepfiffen hatten, musste Christopher Zeller, umringt von großen und kleinen Autogrammjägern, seine Unterschrift auf T-Shirts, Kappen, Bälle, Unterarme oder Zettel setzen.

Nach 70 Minuten Schwerstarbeit auf dem Feld war der 22-jährige Münchener der gefragteste Mann auf der Anlage des Aachener Hockey- und Tennisclubs (AHTC). Mit vier Treffern hatte der Stürmer den Sparringspartner Frankreich fast im Alleingang abgeschossen.

6:0 hieß es am Ende eines unterhaltsamen Länderspiels, dessen Geschichte aber auch eine ganz andere hätte werden können. Nach einem Schützenfest sah es nämlich gar nicht aus, obwohl das deutsche Team bereits nach 12 Minuten in Führung ging. Im Anschluss an eine von vier kurzen Ecken im ersten Durchgang erzielte Sebastian Draguhn das 1:0.

Deutschland war danach zwar bemüht, gegen gut gestaffelte Franzosen zu Torchancen zu kommen, doch die vorangegangen Trainingseinheiten beim Lehrgang in Mönchengladbach waren dem Team von Bundestrainer Bernhard Peters anzumerken. „Das war vom Umfang her schon sehr viel, mit zum Teil drei Trainingseinheiten pro Tag”, nahm dieser seine Mannschaft in Schutz.

Der Hockey-Bundestrainer bereitet seine Mannschaft mit modernster Kommunikationstechnik auf die Weltmeisterschaft im September vor. In Aachen war er während des Spiels über ein Headset mit seinem Co-Trainer verbunden, der die Partie von einer anderen Position aus verfolgte. Bei kurzen Ecken zeichnete ein Kameramann die Abwehrformation der Franzosen auf, die Bilder wurden per Funkverbindung auf ein Laptop neben der Trainerbank überspielt. „So können wir während des Spiels entscheiden, wie wir unsere nächste Ecke ausführen.”