Cottbus/Aachen: Alemannia: Kim Falkenberg ist der bessere Odonkor

Cottbus/Aachen: Alemannia: Kim Falkenberg ist der bessere Odonkor

Im Mannschaftsbus waren sie dann endlich sicher. Vermutlich hätte Guido Winkmann auch dort noch Gelbe Karten verteilt, der Schiedsrichter, der von Anfang an wenig gegen den Eindruck fehlender Lust auf die Partie unternommen hatte.

Bei Alemannias 1:1 in Cottbus kam der Unparteiische am schlechtesten mit den Bedingungen klar, Aachens Manager Erik Meijer vermutete hinter der Verwarnungs-Orgie, dass Winkmann nicht einfrieren wollte. Trainer Friedhelm Funkel hatte schon während der Partie festgestellt: „Wenn du ständig vom Assistenten was ins Ohr gesagt bekommst, ist es natürlich schwierig, die Konzentration zu halten. Heutzutage wird sich überhaupt zu viel unterhalten.”

Winkmann fehlte an diesem Abend eine klare Linie, Alemannia hatte darunter mehr zu leiden als die Gastgeber. Während Sibum Gelb sah, obwohl er nur weggerutscht war, kam Energie-Kapitän Kruska ungeschoren davon, als er Kratz herzhaft begrüßte und dem Aachener ein geschwollenes Sprunggelenk beibrachte. „Das war zwingend Gelb”, sagte Funkel, „und wenn so etwas später in einer Partie passiert, dann hat es dafür auch schon Rot gegeben.” Torschütze Tobias Feisthammel räumte ein: „Gegen uns wurde dann zu schnell Gelb gezeigt. Darauf hat Cottbus auch spekuliert. Der eine oder andere von uns hatte sicher im Hinterkopf, den einen Schritt nicht mehr zu machen”, näher ran an den Gegner.

Wenn Auer trifft...

Um 4 Uhr am Samstagmorgen kam Alemannia wieder in Aachen an, nach einer anstrengenden Tour gab der Chefcoach zweieinhalb Tage frei bis Montagnachmittag. „Ich hatte nie das Gefühl, dass wir das Spiel verlieren. Und wenn Benny Auer das 2:0 macht, gewinnen wir, und das Konzept geht richtig gut auf.” Als gelungen wertete Funkel die Maßnahme, Kim Falkenberg als Rechtsverteidiger abzuziehen. „Das ist kein Problem, 25 Meter weiter vorne zu spielen.”

Zusammen mit Shervin Radjabali-Fardi, der sich über ein Testspiel gegen RW Essen und die Trainingswoche empfohlen hatte, sollte Falkenberg Cottbus stärkere linke Seite mit Adlung und Ziebig bearbeiten. „Und das haben die beiden gut gemacht. Defensiv haben wir da gut gestanden.” David Odonkor spielt auf dem rechten Flügel hinter dem erkrankten Albert Streit und Falkenberg allenfalls nur noch dritte Geige, zumal auch Kratz für diese Position geeignet ist.

Streit dürfte für die nächste Partie wieder zur Verfügung stehen. „Jetzt gilt es, Rostock zu schlagen”, sagt Funkel. Um sich weiter von den Plätzen zu entfernen, die am Saisonende nichts Gutes bedeuten.