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Aachen: Alemannia gegen die „Sechziger”: Auf ins Achtelfinale!

Aachen : Alemannia gegen die „Sechziger”: Auf ins Achtelfinale!

Es ist angerichtet. Am Nachmittag fehlten nur noch 2700 Kunden, um ein ausverkauftes Stadion (21.400) zu melden. Geschäftsführer Bernd Maas freut sich über eine fette Einnahme (inklusive TV-Gelder) von rund 250.000 Euro. Und das „Zubrot zur weiteren Entschuldung” soll noch größer werden.

Am Mittwochabend kämpft Alemannia Aachen gegen den TSV 1860 München um den Einzug ins Pokal-Achtelfinale.

„Wir sind Tabellenführer in der Liga, wir spielen gegen einen Erstligisten und haben eine volle Hütte - das kann man nicht toppen”, verbreitet Trainer Jörg Berger spürbare Vorfreude.

Finanzieller Anreiz und sportliche Herausforderung sind so groß, „da muss ich der Mannschaft nicht mehr viel sagen. Wir können nur gewinnen. Gegen einen Amateurklub wäre die Situation viel schwieriger.”

Die Rollen sind verteilt. „1860 ist Favorit, aber wir haben eine Chance”, sagt Ivo Grlic. Für den Ex-„Löwen” ist es „ein normales Spiel. Ich war zehn Jahre bei den Bayern, aber nur eineinhalb bei Sechzig, unter Werner Lorant. Ein Kreuzbandriss hat mich dann zurückgeworfen.”

Berger und Sportdirektor Jörg Schmadtke beobachteten den Bundesliga-Achten beim 1:1 in Hannover, „außerdem haben wir uns Kassetten von zwei weiteren Spielen besorgt”, sagt der Trainer. „Wenn wir den einen oder anderen individuell guten Spieler ausschalten... vielleicht auch in mehr als 90 Minuten...”

Es wäre eine mittlere Sensation, wenn Jörg Berger nicht auch bei den Münchnern alte Bekannte entdecken würde. Die Spieler Schroth und Kurz, den Assistenzcoach Janßen und natürlich den Trainerkollegen. „Falko Götz ist fast schon ein Ziehsohn.” Seit der Auslosung herrscht allerdings Funkstille: „Ich habe Falkos Telefonnummer vergessen...”

Götz verteilt pflichtgemäß Komplimente. „Die Zuschauer stehen fanatisch hinter ihrer Mannschaft, und keiner meiner Spieler wird Alemannia unterschätzen. Mit der richtigen Einstellung haben wir eine gute Chance.”

Berger hälts wie gewohnt: über eigene Stärken reden, „denn ohne diese Stärken wären wir nicht Erster”.

Infos zum Spiel

Alemannia: Straub - Landgraf, Klitzpera, Lanzaat, Blank - Grlic - Paulus, Pflipsen, Brinkmann - Meijer, Krontiris

1860 München: Lenz - Stranzl, Hoffmann, Costa, Tyce - Görlitz, Meyer, Schwarz, Weissenberger - Lauth, Schroth

Schiedsrichter: Wagner (Hofheim)

Anstoß: Mittwoch, 19.00 Uhr

Fernsehen: ZDF (ab ca. 22.20 - 23.15), West 3 (19.45 Live-Schaltung in der Halbzeitpause)

Bilanz: 13 Spiele bislang, fünf Alemannia-Siege, zwei Niederlagen (23:22 Tore)

Besonderes: Letztes Duell am 13. Februar 1982 in München (2. Liga), Torschützen beim 1:1: Helmut Balke (32.) und Rudi Völler (80.)