Aachen: Alemannia: Das wird das erste „enorm wichtige” Spiel

Aachen: Alemannia: Das wird das erste „enorm wichtige” Spiel

Wenn der Verein solche Aktionen startet, dann ist Gefahr in Verzug. Vor fünf Jahren brachte Alemannia Aachen ein T-Shirt an den Fan mit der Parole „Gemeinsam kämpfen - gemeinsam siegen”, es ging zu Eintracht Frankfurt und um den Klassenerhalt in der Bundesliga.

Nun fährt die Mannschaft am Donnerstag wieder an den Main, diesmal zum FSV und eine Etage tiefer - und mit der gleichen sportlichen Not an Bord wie im Mai 2007. Aktuell grüßt der Klub auf seiner Homepage nicht mehr mit dem dreckverschmierten Gesicht eines Profis („Auf Gedeih und Verderb”), dort steht jetzt die freundliche Einladung in einen der elf Fan-Busse unter dem Motto „Gemeinsam zum Klassenerhalt - unterstütze die Mannschaft”.

Zwölf Stunden Netto-Spielzeit bleiben der Equipe von Friedhelm Funkel, um Gegner wie die „Zweite” des VfB Stuttgart in der nächsten Saison zu verhindern. Der FSV Frankfurt ist der erste von vier Konkurrenten im Abstiegskampf, mit denen Alemannia es noch zu tun bekommt; der Cheftrainer müsste nicht eigens darauf hinweisen, dass „diese Spiele enorm wichtig sind”. Nach sechs Partien ohne Sieg und drei Niederlagen in Folge ist die Luft am Tivoli dünn geworden, doch Funkel sagt, was er immer sagt vor dem Anpfiff: „Wir werden gut vorbereitet sein und alles dafür tun, um erfolgreich zu sein.”

Zurück zu den Wurzeln: Weder 4-1-4-1 noch 4-4-2 mit Raute waren in Fürth bzw. gegen Union Berlin von Erfolg gekrönt. Am Freitag sortiert Funkel die Startelf wieder ins 4-4-2 mit Doppel-Sechs. „Gerade auswärts haben wir damit recht stabil gestanden.” Das war allerdings in einer Phase, in der die Abwehrkette von Woche zu Woche auch namentlich stabil blieb. Aus der Stammbesetzung sind morgen nur Timo Achenbach und (nach Sperre) Seyi Olajengbesi dabei; Tobias Feisthammel (Außenband- und Kapselverletzung) fällt ebenso weiter aus wie Kim Falkenberg (Ödem am Knöchel). „Er hat erst zwei Mal mit der Mannschaft trainiert”, sagt Funkel, eine Rückkehr des verlässlichen Rechtsverteidigers jetzt schon wäre „zu riskant”. Gibt es keine Rückschläge, soll Falkenberg eine Woche später gegen Dynamo Dresden wieder dabei sein.

In Frankfurt rutscht der entsperrte Shervin Radjabali-Fardi auf die Position, während Thomas Stehle zu Hause bleibt. Der Innenverteidiger, der gegen Berlin einen „gebrauchten” Abend erwischt hatte, muss wegen Knieproblemen (Blut wurde abgesaugt) acht bis zehn Tage Pause einlegen. Eine neue Chance, zumindest als Kader-Mitglied, erhält der zwischenzeitlich bei den Amateuren geparkte Anouar Hadouir.

„Wir müssen die stärken, die spielen”, sagt Friedhelm Funkel. Und hofft, „dass sie keine spielentscheidenden Fehler machen”. Besser wäre das.

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