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Trier: Abgeklärt im Eisschrank: 1. FC Köln gewinnt auch in Trier

Trier : Abgeklärt im Eisschrank: 1. FC Köln gewinnt auch in Trier

Eiskalte Kölner beim heißen Tanz im Eisschrank Moselstadion: Auch vom engagierten und starken Aufsteiger Eintracht Trier ließ sich der FC nicht aus der Erfolgsspur werfen.

Mit dem 3:2 (1:1)-Erfolg haben die „Geißböcke” einen weiteren Schritt in Richtung Bundesliga geschafft. Immerhin hat der Zweitliga-Spitzenreiter mittlerweile neun Punkte Vorsprung auf Rang vier.

„Wie meine Mannschaft diese Serie bisher gespielt hat, ist unglaublich”, freute sich Trainer Friedhelm Funkel. „Da kann man ihr nur ein großes Kompliment aussprechen.”

Es war allerdings ein hartes Stück Arbeit, ehe der FC jubeln durfte. Mit viel Druck und schnellem Spiel wollte Trier die Kölner Erfolgsserie beenden. Doch die Eintracht scheiterte an der Abgeklärtheit ihres Gastes.

Entscheidend waren wieder einmal die Standards. Zwei Flanken - jeweils von der rechten Seite - köpften Matthias Scherz (23./zwölftes Saisontor) und Carsten Cullmann (52.) ins Tor.

Dem zwischenzeitlichen 1:1 durch Roland Benschneider ging ein schwerer Fehler von Oliver Schröder voraus (25.). „Nach diesen anfänglichen Schwierigkeiten hat der Olli aber gezeigt, dass er immer eine Alternative ist.”

Elfmeter bringt Trier wieder heran

Die Sache schien gelaufen zu sein, als Markus Kreuz einen Konter über Lottner und Kurth mit einem satten Schuss zum 3:1 (72.) abgeschlossen hatte.

Doch Cullmann, diesmal in der Rolle von Manndecker Markus Happe, der wegen eines Nasenbeinbruchs fehlte, fällte Benschneider drei Minuten später im Strafraum. Daniel Winkler brachte die Eintracht vom Elfmeterpunkt aus heran.

Doch der FC behielt in einer hektischen Schlussphase die Kontrolle über das Geschehen. Auch als die Fans nach einer Aktion von Oliver Schröder gegen Labak im Strafraum Elfmeter forderten. Funkel dazu: „Wenn der Schiedsrichter da pfeift, dürfen wir uns nicht beschweren.”

Diese Situation hatte der Kölner Trainer allerdings schon von der Tribüne aus beobachten müssen. Denn die letzten elf Minuten erlebte er unter den Zuschauern. Schiedsrichter Lutz Wagner hatte ihn nach einem Zuruf von der Bank geschickt.

Funkel hält unterdessen schon Ausschau nach Verstärkungen für die kommende Saison. Einer der Kandidaten für einen Wechsel nach Köln ist Marius Ebbers vom MSV Duisburg. Der Torjäger, dessen Vertrag bei den „Zebras” am Saisonende ausläuft, will unbedingt in die Bundesliga. Und Funkel war es seinerzeit, der den 24-jährigen Ebbers an die Wedau geholt hatte.

Das Wochenende wurde dem 1. FC Köln allerdings durch die Auslosung des Pokal-Viertelfinales (4./5. Februar) verhagelt. Der Zweitliga-Spitzenreiter muss zum Bundesliga-Tabellenführer Bayern München. „Ein schwereres Los hätten wir nicht erwischen können”, stöhnte Funkel. „Wenn das Spiel doch wenigstens in Köln wäre. Aber wir wollen auch in München unsere Außenseiterchance nutzen.”

Doch jetzt will der FC am Freitag im letzten Spiel des Jahres mit einem Sieg gegen Wacker Burghausen die Herbstmeisterschaft holen. „Aber auch dann sind wir noch lange nicht durch”, schob Funkel vor.

Doch davon ließ sich Triers Trainer Paul Linz nicht beirren. Er verabschiedete seinen Kölner Kollegen mit den Worten: „Glückwunsch zum Aufstieg, Friedhelm.”