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Köln: 3:1 - Köln ohne Glanz, aber weiter Spitze

Köln : 3:1 - Köln ohne Glanz, aber weiter Spitze

Der 1. FC Köln bleibt spitze, auch nach 10 Spieltagen in der 2. Fußball-Bundesliga ungeschlagen und klar auf Erstligakurs.

Zwar hatten die „Geißböcke” gegen den SV Waldhof Mannheim mehr Schwierigkeiten als ihnen lieb sein konnte, aber letztlich setzten sie sich verdient mit 3:1 (2:1) durch.

Es war sicherlich kein großes Spiel zwischen dem Tabellenführer und dem Vorletzten vor 25 000 Zuschauern auf der Kölner Baustelle. Die Mannheimer, die nichts zu verlieren hatten, gingen entschlossen zur Sache, wodurch der FC kaum die Zeit bekam, ruhig sein Spiel aufzubauen.

Vor allem Dirk Lottner und Florian Kringe konnten im Mittelfeld kaum Akzente setzen, was Trainer Friedhelm Funkel, der im Vergleich zum Spiel in Mainz (2:2) wieder Matthias Scherz für Markus Kreuz in die Start-Elf genommen hatte, nicht begeisterte.

Dennoch waren es die Kölner, die die Begegnung im Griff hatten und durch einige individuelle Fehler Mannheim Chancen gestatteten.

Diese Unkonzentriertheiten wurden sicherlich durch den frühen Führungstreffer des FC gefördert. Denn bereits in der 2. Minute war Matthias Scherz nach einer Flanke von Carsten Cullmann zur Stelle und versetzte die Fans mit seinem fünften Saisontor in Verzückung.

Doch anstatt weiter anzupacken, wollte man Waldhof offenbar vorführen, was gründlich daneben ging. Zahlenmäßig kam das nach 13 Minuten zum Ausdruck als Sascha Licht aus 16 Metern die Kugel in Bades Kasten versenkte.

Auch dieser Rückschlag rief keine erkennbare Reaktion in FC-Reihen hervor. Und wieder war es eine Aktion, die über die Außenbahn eingeleitet worden war, die die erneute Führung der Gastgeber brachte. Diesmal flankte Scherz von links, Springer scheiterte zunächst, nachsetzend traf Markus Kurth zum 2:1 (24.). Es war das dritte Stürmertor der „Geißböcke” in dieser Saison.

Doch bevor der FC mit diesem Vorsprung in die Pause gehen konnte, musste er noch zweimal zittern. So klärte Moses Sichone im letzten Moment gegen Gernot Plassnegger (27.), und dann schoss Licht freistehend aus 16 Metern knapp über das Tor.

So richtig ruhig wurden die Zuschauer erst nach 51. Minuten. Scherz verstolperte, konnte aber noch auf Kurth rausspielen, der quer auf den zweiten Pfosten legt, wo Kapitän Lottner alles klar machte. In der Folge spielte der FC sein Pensum relativ locker herunter und sicherte sich die Punkte. Allein das war es, was gestern im Rhein-Energy-Stadion zählte.

Der FC ist nach seinem Abstieg in die roten Zahlen gerutscht. Das Unternehmen 1. FC Köln GmbH & Co KGaA bestätigte am Freitag für das Geschäftsjahr 2001/2002 einen Fehlbetrag von rund 580 000 Euro.

Noch im Jahr zuvor konnte man einen Gewinn von 1,5 Millionen Euro verbuchen. Als Begründung nannte das Unternehmen die Minderung der TV-Erlöse und ungeplante Personalentscheidungen als Folge der sportlichen Entwicklung.