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Köln: 1. FC Köln auf dem Tiefpunkt angelangt

Köln : 1. FC Köln auf dem Tiefpunkt angelangt

Es hatte der nächste Schritt zur sportlichen Gesundung werden sollen, doch es wurde der nächste Tiefschlag für den 1. FC Köln.

Nach einer indiskutablen Leistung schied der Bundesliga-Letzte gegen die SpVgg Greuther Fürth mit 2:4 (1:1, 0:0) nach Elfmeterschießen im DFB-Pokal-Achtelfinale aus.

Held des Abends war Gäste-Torwart Stephan Loboue. Er wehrte die Elfmeter von Florian Kringe, Alex Voigt und Mustafa Dogan ab. FC-Trainer Jan Koller brachte die Formation aufs Feld, die bis auf eine Position mit der identisch war, die bei den Bayern ein 2:2 erspielt hatte.

Nur im Tor stand - wie angekündigt - Alex Bade für Stefan Wessels. Ohne Dirk Lottner, der zunächst auf der Reservebank Platz nehmen musste. Doch die „Verbannung” des Kapitäns dauerte nur eine gute Viertelstunde. Dann prallten Oliver Schröder und Fürths Mathias Surmann im Mittelfeld übel mit den Köpfen zusammen. Während Surmanns Platzwunde auf der Bank getackert wurde, musste der Kölner raus. Die Chance für Lottner, der aber nur zwei gute Szenen hatte.

Eine in der 23. Minute, als er mit einem Traumpass Lukas Podolski auf der linken Seite bediente, der sich durchsetzte und die Kugel flach in die Mitte legte, wo Florian Kringe den Rest besorgte - 1:0.

Kurz vor der Pause zog der 31-Jährrige dann aus 35 Metern ab, doch Fürths Keeper Stephan Loboue kam noch mit den Fingerspitzen an den Ball. Der FC brachte zu keinem Zeitpunkt Ruhe in sein Spiel. Viele Fehlpässe aus der Abwehr heraus - die Feinabstimmung fehlte.

Was sich auf dem Rasen des RheinEnergieStadions abspielte, erinnerte schon stark an noch nicht lange zurückliegende Zweitliga-Zeiten. Die Angst vor dem Versagen war spürbar. Köln spielte wie der Bundesliga-Tabellenletzte.

Das Niveau nahm nach dem Seitenwechsel weiter ab. Das erste Fürhter Lebenszeichen dann in der 63. Minute, als ein von Thomas Cichon abgefälschter Schuss des Ex-Aacheners Marcus Feinbier an den Pfosten klatschte.

Greuther Fürth kam nun immer häufiger vors FC-Tor und in der 76. Minute durch Thomas Kleines Kopfball zum verdienten Ausgleich. In der Nachspielzeit drosch der eingewechselte Marius Ebbers den Ball aus drei Metern in die Wolken. Verlängerung. Die war eine Nullnummer. Und im Elfmeterschießen versagten die Kölner.